Meidericher Osterstimmung, bunt und ökumenisch

Demente Senioren im Bodelschwingh-Haus färben zu Ostern Ostereier selbst, backen Osterlämmer. Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
Demente Senioren im Bodelschwingh-Haus färben zu Ostern Ostereier selbst, backen Osterlämmer. Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Die Anlage des Christophoruswerks bietet Platz für Evangelische Christen und Katholiken, alte Menschen und Kita-Kinder

Meiderich..  „Das hat auch was mit Beheimatung zu tun“, sagt Diakon Martin Walter, der sich den Seelsorgedienst im Meidericher Christophorus Werk mit zwei evangelischen Kolleginnen teilt. Ihm wurden nach Palmsonntag die geweihten immergrünen Buchsbaumzweige knapp und er musste nachbestellen, damit er noch einen abbekam.

Auch die kleinen Osterkerzen mit dem Kreuz und der Jahreszahl, die er im Namen der Gemeinde „Christus – unser Friede“ an die Senioren der Alten-und Pflegeeinrichtung verteilt, sind sehr gefragt: „Wenn jemand nicht selber kommen kann, dann fragt garantiert die Zimmernachbarin nach zwei Kerzen.“

Man schätzt halt die äußerlichen Symbole für Hoffnung und neues Leben, die man immer gekannt hat und macht auch gerne anderen eine Freude damit.

Aber es kommt dabei weniger auf die Unterschiede zwischen den Konfessionen an, als auf die gemeinsame Religionsausübung.

„Wir haben durchaus Leute, die sowohl den Karfreitagsgottesdienst mit Abendmahl, als auch den katholischen Ostergottesdienst besuchen“, sagt Walter, „das ist das Schöne, dass es hier ökumenisch zugeht.“

Dazu gehört auch ein großer gemeinsamer Gottesdienst am Freitag vor Palmsonntag mit den Bewohnern des angeschlossenen Seniorenwohnparks. Das Werk hat auch eine eigene Kindertagesstätte namens „Christopholino“. Da werden die Sprösslinge von Mitarbeiterinnen, aber auch Kinder aus der Umgebung betreut.

Und auch die Allerkleinsten im Werk tragen schon zur österlichen Stimmung bei. „Die schmücken immer einen kunterbunten Osterbaum mit ihren Bastelsachen“, erzählt Walter, „daran haben dann alle auf dem Gelände Ihre Freude.“