Lärmbelastung am Inzerfeld unter dem Grenzwert

Lkw-Verkehr in Wohngebieten – hier ein Archivbild aus einem anderen Stadtteil – führt immer wieder zu Beschwerden geplagter Anwohnert. Foto: Stephan Eickershoff
Lkw-Verkehr in Wohngebieten – hier ein Archivbild aus einem anderen Stadtteil – führt immer wieder zu Beschwerden geplagter Anwohnert. Foto: Stephan Eickershoff
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bezirksvertretung: Lkw-Fahrverbot, das von SPD, Linkspartei und Grünen angestrebt wurde, wird von der Verwaltung nicht umgesetzt.

Neumühl..  Für ein Lkw-Fahrverbot auf der Straße „Am Inzerfeld“ hatten sich SPD, Linke und Grüne in der Bezirksvertretung Hamborn im August 2014 stark gemacht.

Wie Bezirksamtsleiter Jürgen Scherhag den Bezirksvertretern jetzt mitteilte, geben auch neuere Lärmberechnungen aufgrund von Verkehrszahlen dafür keine Handhabe.

Die Straße ist neben der Theodor-Heuss-Straße die zweite Verbindung von der Duisburger Straße ins Gewerbegebiet Neumühl. Verkehrsbeschränkungen dort dürften aber, so Scherghag, nur ausgesprochen werden, wo die Wohnbevölkerung durch Abgase und Lärm besonders gefährdet ist.

Tempo 30 gilt bereits

Das wäre zum Beispiel gegeben, wenn der durchschnittliche Lärmpegel an den Fassaden der dortigen Häuser Pegelwerte von 70 Dezibel (A) am Tag oder von 60 dB(A) in der Nacht überschritten werden. Letzteres entspricht einer Halbierung der Belastung vom Tag.

Scherhag: „Ab Pegeln in dieser Höhe muss mit einer unmittelbaren gesundheitsgefährdenden Immissionsbelastung der Anwohner gerechnet werden.“

Werde ein solcher Missstand festgestellt, kämen als Gegenmaßnahmen die Verkehrslenkung, eine Anpassung von Ampelschaltungen, Tempolimits und Verkehrsverbote in Betracht und zwar jeweils die Maßnahme, die am geringsten in den Straßenverkehr eingreift.

Die Lärmsituation „Am Inzerfeld“ sei ja bereits mehrfach untersucht worden. So sei dort ja bereits Tempo 30 angeordnet. Eine Sperrung für Lkw führe zudem zu Verlagerungseffekten auf umliegende Straßen wie die Gartenstraße, wo auch eine Grundschule und ein Altenheim betroffen wären. Das Lkw-Fahrverbot hätte aber ohnehin vor Gericht keinen Bestand.