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Ladezone oder Parkplatz?

08.01.2013 | 17:26 Uhr
Ladezone oder Parkplatz?
Die Ladezone unweit des Lotto- und Postgeschäfts (im Hintergrund) wird derzeit als normaler Parkraum genutzt. Es gibt keine Schilder, die das verbieten.Foto:privat

Duisburg-Beeck.   Beecker Kaufleute hoffen, dass bald Schilder auf die Be- und Entladezonen an ihren Geschäften hinweisen. Stadt geht von zeitnaher Aufstellung aus

Hans Gerd Kleinloh sitzt im Büro, das er in einem Hinterzimmer seines Zeitschriften- und Lottogeschäfts mit Postfiliale in Beeck eingerichtet hat. Er telefoniert aufgeregt: „Mensch, ein topgepflegtes Wohnmobil! Soll ich jetzt immer einen 500 Meter laufen, um das zu beladen?“ Das Fahrzeug, sagt der Kaufmann, habe eine rote Plakette: „Inmitten der Schwerindustrie darf ich mit dem Wohnmobil jetzt nicht mehr in die Stadt fahren – wenn das nicht absurd ist.“

Eigentlich will der Mann, in dessen Geschäft an der Friedrich-Ebert-Straße 325 in Beeck insgesamt sechs Menschen arbeiten, aber wegen einer anderen Sache mit der Redaktion reden: „Wir haben jetzt in der Nähe des Geschäfts eine Be- und Entladezone für unsere Kunden und Lieferanten. Aber die ist nicht als solche gekennzeichnet.“

Deswegen, sagt der Kaufmann parkten dort den ganzen Tag über Pkw: „Wenn wir Anlieferungen bekommen, müssen wir also entweder 300, 400 Meter weit laufen, oder die Kunden und Lieferanten parken in zweiter Reihe.“ Was dann wiederum Lkw und der Straßenbahn die Durchfahrt erschwere: „Das kann doch nicht der Sinn der Sache sein?“

Die Sorge um ein reibungsfreies Anliefern von Ware ist für Kleinloh und benachbarte Kaufleute an der Friedrich-Ebert-Straße wahrlich keine neue. Bereits im Frühjahr 2011 wiesen Kleinloh und andere Kaufleute in dieser Zeitung darauf hin, dass mit der Neugestaltung des Verkehrsraumes an der Friedrich-Ebert-Straße in Beeck, zahlreiche „Nadelöhr-Situationen“ geschaffen würden.

Damals wies die Stadt darauf hin, dass die Schaffung von Be- und Entladezonen im Verkehrskonzept ausdrücklich vorgesehen sei. Im Herbst 2012 schließlich, wurde in Kleinlohs Nachbarschaft, in Höhe der Häuser Friedrich-Ebert-Straße 321 bis 323 eine Be- und Entladezone geschaffen. Ebenso auf der gegenüberliegenden Straßenseite, für den Rossmann-Drogeriemarkt, der direkt am Beecker Marktplatz gelegen ist.

Begehung findet statt

Seine Arbeit erleichtert habe dies bislang nicht, sagt der Kaufmann: „Wann werden denn endlich Schilder aufgestellt, damit die Ladezone auch als Ladezone ausgewiesen wird?“

Ein Sprecher der Stadt Duisburg sagte auf Nachfrage, dass vor dem Aufstellen der Schilder erst noch eine Begehung stattfinden werde: „Die Baumaßnahme ist noch nicht abgeschlossen. In Kürze findet dort eine Begehung statt und bei erfolgreichem Verlauf werden anschließend die Schilder aufgestellt.“

Christian Balke

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Kommentare
11.01.2013
15:47
Ladezone oder Parkplatz?
von vento_011 | #2

Eaglechen hat recht. Die Hauptstraße ist ein rechtsfeierraum. Auch morgens. Da wird mit laufenden Motor vor dem Bäcker gehalten,usw. Und von der Polizei bzw. Ordnungsamt keine Spur. Ist Beeck eine no go area??????????????.Ich denke ja!!!!!!!!!!!!!!!!

10.01.2013
09:23
Ladezone oder Parkplatz?
von Eaglechen | #1

Wer glaubt denn, dass sich auf der Friedrich-Ebert-Straße durch Schilder irgend etwas ändert? Dort herrscht der absolute Ausnahmezustand unter Außerkraftsetzung aller Verkehrsregeln. Es wird in zweiter Reihe geparkt und gehalten (sogar von Fahrschulfahrzeugen), eingezeichnete Radwege werden als Parkraum genutzt und das Rotlicht der Ampeln von vielen Verkehrsteilnehmern allenfalls als "Empfehlung zu erhöhter Aufmerksamkeit" gesehen.

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