Laar soll die Visitenkarte der Stadt Duisburg werden

Laar am Rhein: Schöne Gebäude vor der Industriekulisse.
Laar am Rhein: Schöne Gebäude vor der Industriekulisse.
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Die Entwicklungsgesellschaft Duisburg regt an, die Häuser entlang der Deichstraße komplett neu anzustreichen. Dadurch würde der Ortsteil aufgewertet.

Laar am Rhein..  Die Entwicklungsgesellschaft Duisburg hat bei Laarer Hausbesitzern für eine gemeinsame Verschönerungsaktion der prominentesten Häuserzeile im Viertel geworben.

Vom Rhein aus gesehen, ist kaum ein Teil von Duisburg so sichtbar, wie die Häuserzeile der Deichstraße in Laar, direkt hinter dem Damm. Mit einer gemeinsamen Fassadenverschönerung könnte man also nicht nur das einstige Bauern-und Fischerdorf Laar aufwerten. „Auch die Gesamtstadt Duisburg würde sich mit einer wirkungsvoll in Szene gesetzten Fassadenreihe in Laar zukünftig deutlich besser am Rhein präsentieren“, erklärte die Stadtteilmanagerin der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU), Anke Gorres, den zwölf Hausbesitzern der Deichstraße, die zu einem ersten Treffen gekommen waren. 35 Objekte stehen in der von Brachflächen unterbrochenen Zeile. Die Häuser sind aus verschiedenen Bauepochen und wirken zurzeit nicht als Ensemble, sondern als zufällige Ansammlung von Farben, Formen und Erhaltungszuständen.

NRW-Bank gibt Finanzierungs-Infos

Gemeinsam mit den Architekten Ute Strehl und Gunter Zimmermann präsentierte die EG DU den Eigentümern nun drei Varianten eines farblichen Gestaltungskonzeptes für die Deichstraße. Dabei gibt es eine farbenfrohe Version mit einem regenbogenartigen Farbverlauf, eine gemäßigte Version mit einem farbigem Steifen und die edle, klassisch weiße Variante mit angeglichenen Sockelhöhen.

Gegen die bunte Lösung spricht, dass schon ein Hausbesitzer, der nicht mitmacht, den Gesamteindruck sehr stören würde. Alle in ein Boot zu kriegen, ist aber schwierig. Gorres räumte ein, dass im Moment aus datenschutzrechtlichen Gründen zehn der Eigentümer noch gar nicht ermittelt seien. Gefördert wird aus Mitteln des Programms „Soziale Stadt“. Hausbesitzer bekommen bis zu 50 Prozent ihrer Aufwendungen für die Fassadengestaltung, also maximal 26 Euro pro Quadratmeter erstattet. Einige müssten allerdings für die einheitliche Lösung deutlich mehr Geld in die Hand nehmen. Ihre Häuser sind mit Kunststoffplatten verleidet, die entfernt werden müssten.

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Die Architekten haben auch bauliche Veränderungsvorschläge für einzelne Häuser erarbeitet. „Bei Umbauten in den 1960-er Jahren wurden die Proportionen mancher Objekte durch Fassadenverkleidungen und den Einbau zu kleiner Fenster ruiniert“, sagte Zimmermann. Eigentümer, die diesen Bausünden abhelfen möchten, sollen bei einem Folgetreffen unter Mitwirkung der NRW-Bank informiert werden, wie sie Rückbaumaßnahmen finanzieren können. Auf dem Treffen gab es jedenfalls Verblüffung und Begeisterung darüber, welche enorme Wirkung eine einheitlichen Farbe auf den Gesamteindruck der Häuser hätte.