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Kontroverse über neue Sporthalle

13.03.2009 | 16:42 Uhr
Kontroverse über neue Sporthalle

Erneut gab es in der Bezirksvertretung eine Kampfabstimmung. Die Verwaltung legte ein geändertes Konzept vor.

Foto: Rainer Raffalski
Duisburg, 13.03.2009: Das Gelände zwischen Foto: Rainer Raffalski

Die besten Zeiten der Rhein-Ruhr-Halle in Hamborn sind mittlerweile vorbei. Das Gebäude ist marode und eine Sanierung ist laut Stadt zu teuer. Einig waren sich die Kommunalpolitiker bislang darüber, dass die Halle nur abgerissen werden darf, wenn der Stadtbezirk eine Ersatz-Halle bekommt. Jetzt streiten sich die Bezirkspolitiker über die neue Halle. In der Sitzung der Bezirksvertretung Hamborn stellte das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) die neuen Pläne vor. Von der Konzeption einer Mehrzweckhalle sind die Architekten völlig abgerückt. Auf der Freifläche an der Kampstraße soll nun eine reine Vier-Fach-Sporthalle entstehen. Zwar können hier durchaus Kulturveranstaltungen stattfinden, aber der Charakter der Halle ist auf den Schul- und Vereinssport ausgerichtet.  Kosten wird die Halle 6,5 Mio. Euro. Die Publikumstribünen fassen 800 Zuschauer. „Es soll kein Ersatz für die Rhein-Ruhr-Halle sein”, stellte Carsten Alberts vom IMD klar. Gegen eine Mehrzweckhalle spricht die Verkehrs- und Parkplatzsituation vor Ort. Aber wenn diese Halle nicht der Ersatz für die Rhein-Ruhr ist, welche dann?, fragten sich einige der Bezirkspolitiker, die sichtlich erstaunt über die Vorlage waren. „Das ist ein völlig neues und abgespecktes Konzept”, wunderte sich Herbert Fürmann (Duisburger Bürgerbündnis). Ähnlich sah die Sachlage der SPD-Fraktionsvorsitzende Heiko Blumenthal: „Es war klar, dass wir nicht so eine große Halle bekommen wie die Rhein-Ruhr-Halle, aber es war auch klar, dass wir eine Mehrzweckhalle wollen.” Gegen die Sporthalle hat die SPD keine Einwende, aber sie pocht darauf, dass der Mehrzweck-Charakter deutlich in der Planung zum Vorschein kommt. Die Bedenken teilte die CDU-Fraktion nicht und argumentierte für die Vier-Fach-Sporthalle. „Wir haben hier eine schöne Sporthalle”, sagte Axel Gerhard Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Wenn wir die Vorlage ablehnen, dann bekommen wir vielleicht nicht mal eine Sporthalle.” Mit dieser Sichtweise konnte sich die SPD nicht anfreunden. „Wir glauben, dass das Durchwinken der Vorlage dazu führen wird, dass wir keine Mehrzweckhalle mehr bekommen”, so Blumenthal. Durch solche Worte ließ die CDU sich nicht von ihrer Haltung abbringen. „Seit 20 Jahren fordern wir eine solche Sporthalle. Jetzt haben wir eine sichere Finanzierung. Das ist ein Fortschritt”, gab Ratsherr Rainer Enzweiler zu verstehen. Gerade in einer Stadt wie Duisburg, die unter der Finanzaufsicht der Bezirksregierung steht, dürfte man ein solches Projekt nicht leichtfertig ablehnen. Der Antrag der SPD auf erste Lesung lehnte eine Mehrheit aus CDU, FDP und Grünen ab. Die Beschlussvorlage wurde letztendlich mit zehn zu neun Stimmen angenommen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für den Herbst geplant. Nach der 18 monatigen Bauzeit ist die Eröffnung für das Frühjahr 2011 angesetzt. Damit die Halle in Zukunft trotzdem als Mehrzweck-Halle nutzbar ist, verabschiedeten die Bezirksvertreter einstimmig einen Antrag, der vorsieht, dass Hamborn für 150000 Euro eine mobile Bühnenanlage bekommt.

Seit einigen Jahren ist zeichnet sich ab, dass die Rhein-Ruhr-Halle irgendwann abgerissen wird. Ende 2007 verabschiedeten sowohl die Bezirksvertretung Hamborn als auch der Stadtrat einen Antrag, der vorsieht, dass die Halle nur abgerissen wird, wenn ein Ersatz vorhanden ist. Mitte 2008 lud die Hamborner CDU Politiker, Bürger und Vereine ein, um sie an der Planung zu beteiligen. Das Konzept, dass die Verwaltung vorstellte, war eine Mehrzweckhalle, die für 1800 Zuschauer platz gehabt hätte. Jetzt verabschiedete die Bezirksvertretung Hamborn eine reine Sporthalle.

David Huth

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Kommentare
13.03.2009
20:24
Kontroverse über neue Sporthalle
von schoschana | #1

Unverschämtheit! Schön wieder wurden die Hamborner Bürger und Vereine von der CDU verprellt.

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