Knappenverein besucht Grab von Willy Bartock

Walsum..  Der Knappenverein Walsum wird am kommenden Freitag, 2. Januar, um 14 Uhr am Friedhof Alt-Walsum in Begleitung der Familie Bartock das Grab von Willy Bartock besuchen. An diesem Tag wäre er 100 Jahre alt geworden. Der Treffpunkt ist am Haupteingang Königstraße. Anschließend gibt es ein Treffen bei Kaffee und Kuchen im Knappenheim auf der Teutonenstraße 11.

Willy Bartock wurde am 2. Januar 1915 in Duisburg geboren. Beide Eltern waren politisch aktiv. Die Mutter starb im Konzentrationslager. Auch der Vater hat die Nazizeit nicht überlebt.

Nach einer kaufmännischen Lehre wurde Willy Bartock Kokereiarbeiter und später Laborant bei der Gelsenkirchener Bergwerks-AG. 1945 kehrte er verwundet aus dem Krieg zurück und arbeitete als Weichensteller auf Schacht IV/VIII in Duisburg-Hamborn.

Schon früh hatte er zu schreiben begonnen, trat mit Lesungen an die Öffentlichkeit und leitete ab 1950 die kulturelle Arbeit auf der Zeche Walsum/Niederrhein. Um nüchterne, aber gefühlsstarke Wiedergabe der Realität bemüht, gelangen dem Duisburger schon sehr früh eindrucksvolle Gedichte über die Umweltzerstörung. Er gehört zu den bedeutendsten Arbeiterautoren des Ruhrgebiets.