Kleine Stadtteilreporter unterwegs

Die kleinen Reporter trugen im Kulturbunker in Bruckhausen Nachrichten vor.
Die kleinen Reporter trugen im Kulturbunker in Bruckhausen Nachrichten vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Grundschüler befasssten sich bei einem Sprachcamp mit dem Thema „Wir sind die Medien“ und entwickelten eine eigene Zeitung sowie eine Nachrichten-Show

Bruckhausen..  Kleine Stadtteilreporter aus Bruckhausen haben die Stadt erkundet – und nun eine Menge zu berichten.

16 Grundschüler aus dem Duisburger Norden im Alter von acht und neun Jahren befassten sich im Zuge eines Sprachcamps mit dem Thema „Wir sind die Medien“.

Dafür schrieben sie in den ersten zwei Wochen der Sommerferien Zeitungsberichte, führten Interviews und besichtigten die Redaktion in der Duisburger Innenstadt. Der große Abschluss war eine Fernsehshow, die sie im Kulturbunker Bruckhausen vor vielen Besuchern vorführten.

Das Projekt Sprachcamp wird jedes Jahr durchgeführt und richtet sich vor allem an Kinder mit Migrationshintergrund, um den Umgang mit der Sprache zu fördern. Projektleiter Thomas Block erklärt, dass das Thema „Wir sind die Medien“ zustande kam, weil das Sprachcamp vom Jugendamt bezuschusst wurde – für die Förderung im Umgang mit den Medien.

Safae und Iclal sind schon das zweite Jahr dabei und wollen auch im nächsten Jahr unbedingt wieder mitmachen. Für sie war das Highlight die Besichtigung der Zeitungsredaktion und ihr Ausflug in die Duisburger Innenstadt. Dort wurde auch noch die Salvatorkirche besichtigt, gepicknickt und gespielt.

Begeistert erfuhren sie in der Redaktion, was Medien sind und durften sich ansehen, wie zum Beispiel Zeitungsartikel ins Internet kommen. In einem Video wurde dann auch erklärt, wie gedruckt wird. „Die Dinger mit Papier sehen aus wie riesige Klopapierrollen“, beschreibt Muhammed.

Iclal erklärt begeistert: „Wir konnten auch an einem Computer eine leere und eine fast fertige Seite der Zeitung sehen. Am nächsten Tag war die dann gedruckt.“ Außerdem führten die Kids mit dem Kapitän des TSV Bruckhausen ein Interview und brachten es in ihrer eigenen Zeitung namens „KSR“ („Kleine Stadtteilreporter“) unter.

Live-Show auf der Bühne

Vor vielen Zuschauern im Kulturbunker zeigten die Steppkes dann, was sie alles gelernt hatten: Sie führten einen Rap in ihrer eigenen Live-Fernsehshow auf. Vor dem großen Auftritt waren die jungen Reporter sichtlich nervös, aber auf der Bühne war davon nichts mehr zu merken.

Proffessionell und cool führten sie ihre Show auf: Wie in einer richtigen TV-Sendung gab es zunächst einen kleinen Beitrag zur Entstehung des selbstgedichteten Raps. Danach folgte der Wetterbericht mit zahlreichen Tipps, wo man seinen nächsten Urlaub verbringen könnte. Eine Talkrunde sorgte dann für den ein oder anderen Lacher. Sichtlich stolz ernteten die Nachwuchs-Showmaster und -Fernsehmacher viel Applaus von den begeisterten Zuschauern.