Kleine Artisten in Walsum ganz groß

Zirkusprojekt der KGS Don Bosco in Duisburg Walsum in der Generalprobe, fotografiert am Freitag, 12.6.2015. Foto: Tom Thöne / FUNKE Foto Services
Zirkusprojekt der KGS Don Bosco in Duisburg Walsum in der Generalprobe, fotografiert am Freitag, 12.6.2015. Foto: Tom Thöne / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Bei einem Zirkusprojekt an der Don-Bosco-Schule in Walsum vollführen Jungen und Mädchen viele Tricks. Für den großen Auftritt haben sie mit Profis hart trainiert. Die Generalprobe verlief schon mal gut

Walsum..  Kurz ist es ganz still im Zirkuszelt auf dem Schulhof der Don-Bosco-Schule an der Karlstraße in Walsum. Die Zuschauer, die zur Generalprobe der kleinen Zirkusartisten eingeladen wurden, halten den Atem an. Es ist stockdunkel. Dann geht der Vorhang auf, buntes Licht springt an. Unter lauter Musik und dem Applaus der Gäste marschieren vier Jungen und Mädchen in die Manege. Mit dabei haben sie große Sitzbälle, auf denen sie in den kommenden Minuten balancieren und Kunststücke vorführen. Den Zuschauern stockt der Atem. Sie jubeln den talentierten Kids zu. Sie sind begeistert. So wie von den anderen Showeinlagen an diesem Vormittag.

Eigentlich ist es noch gar nicht die ganz große Vorführung. Ernst wird es erst am Nachmittag für die insgesamt 260 Schüler, die am Zirkusprojekt teilnehmen, bei dem sie eine Woche mit Zirkusprofis für ihren Auftritt geübt haben. Es ist die Generalprobe. „Wir haben für den letzten Test einige Menschen aus der unmittelbaren Nachbarschaft eingeladen“, erklärt Schulleiter Jürgen Altenbeck. Im Zuschauerraum befinden sich Bewohner des Stöckerhauses, Kindergartenkinder und Senioren aus der Gemeinde.

Schüler verlassen sich auf ihr Können

Zum ersten Mal vollführen die Steppkes ihre Tricks vor Publikum. Nervös wirken sie trotzdem nicht. Weder die Kleinen, die auf den Sitzbällen balancieren, noch die Zauberer, Tänzer oder Akrobaten. Sie verlassen sich einfach auf ihr Können, schließlich haben sie viel geübt. „Es war eigentlich gar nicht so schwer alles zu erlernen“, sagt der kleine Baris ganz selbstbewusst. Dabei hat er doch eine wahre Meisterleistung zu vollbringen: Er gehört zur Fackelgruppe. Mit Feuerfackeln führen die Mitglieder der Truppe eine Choreographie auf. Angst hat er nicht. „Wir haben alles gut geübt und können das“, sagt der Neunjährige. Auch Mitschülerin Jasmin kann den Auftritt vor Freunden und Familie kaum erwarten. „Ich freue mich zu zeigen, was ich von den Artisten gelernt habe“, sagt sie.

In der Manege sorgen in der Zwischenzeit andere Kids für Unterhaltung. Jongleure wirbeln Bälle in die Luft. Wie es sich für eine Generalprobe gehört, fällt auch mal der ein oder andere Ball auf den Boden – perfekt soll es dann bei der Aufführung laufen. Applaus gibt es jetzt schon jede Menge.

Hinter dem Zelt herrscht Hochbetrieb. Während die eine Gruppe ins Zelt marschiert, kommt die nächste aus dem Schulgebäude und bringt sich in Position. Bei solch einem Event – alle Schüler sind involviert – ist ein geregelter Ablauf ein Muss. Bei der Probe stimmt da schon fast alles. Hier noch ein bisschen schneller, da noch ein bisschen leiser, finden die Lehrer, aber im Großen und Ganzen doch ziemlich professionell. Klar, auch das haben die Kids ausführlich geübt.