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Kicken mit früheren Fußballprofis

17.01.2013 | 19:00 Uhr
Kicken mit früheren Fußballprofis
So wird’s gemacht: Die ehemaligen Fußballprofis Marcel Witeczek und Michael Klinkert zeigen den Schülern die Kunst des Kopfballs.Foto Ulla Emig WAZ Fotopool

Duisburg-Hamborn.   Bei einer von der AOK organisierten Trainingsstunde üben 14 Schüler mit Marcel Witeczek und Michael Klinkert Kopfbälle und Dribblings

„Schnell, schnell, schnell – nun zeigt ma’, wat ihr könnt“, ruft Michael Klinkert, ehemaliger Fußballprofi beim FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach.

Die 14 Schüler des Robert Bosch Berufskollegs, die an einer von der AOK organisierten Trainingseinheit mit Klinkert und Fußball Kollegen Marcel Witeczek (Bayer Uerdingen und Bayern München) teilnehmen, folgen den Anweisungen: Sie spurten, springen über Hindernisse und „beißen“ – ganz so wie die Lehrmeister es sehen wollen. Zur Belohnung gibt es ein sattes: „Sauber!“

Viel Zeit zum Verschnaufen gibt es allerdings nicht, schließlich ist eine gute Kondition eine der Grundvoraussetzungen für jeden Fußballer. Also heißt es weiter: spurten, springen und bloß nicht vergessen zu „beißen“. Denn „Biss“ brauchen die Jungs der Fachschulklasse für Elektroberufe auf jeden Fall. Wer eine der Stangen, über die sie springen müssen, abreißt, muss nämlich „pumpen“ – und zwar zehn Liegestütze.

Ein Hobbysportler kommt da in der Regel schnell an seine Grenzen. Die 14 Schüler wollen die Bundesliga-Stars der 80er und 90er Jahre allerdings beeindrucken und halten durch.

Als nächstes steht Geschicklichkeit mit dem Ball auf dem Programm. Und auch hier überzeugen die Nachwuchskicker zwischen 17 und 20 Jahren die Ex-Profis.

Sportlehrer Georg Osing sitzt derweil mit einem zufriedenen, breiten Lächeln auf der Bank und sieht zu. Als klar war, dass Witeczek und Klinkert die Schule besuchen, hat er nicht lange überlegen müssen, welche Klasse sich am besten bei einer professionellen Trainingseinheit schlagen würde. „Hier sind einfach ein paar ausgezeichnete Fußballer dabei“, sagt Osing.

Unter den 14 jungen Männern befinden sich zwölf Migranten. Es sind begabte Kicker, Jungs, die mit dem Ball zaubern können und ein Gespür für schnelles Spiel haben. „Viele der Migranten sehen im Sport Karrieremöglichkeiten. Bei uns gehören mehr Migranten einem Sportverein an, als Deutsche“, erklärt Osing. Die meisten seien im Fußballverein oder betreiben Kampfsport. Wer nicht das Geld hat, einem Verein beizutreten, kickt das Leder auf der Straße.

Zum Schluss wird richtig Fußball gespielt. Die beiden Profis schauen begeistert zu, feuern an und gehen mit, wenn die Pille knapp am Pfosten vorbei fliegt. Die Schüler, die immer wieder kleine Tipps erhalten, oder sich einen Handschlag nach einem tollen Schuss abholen, sind begeistert von ihren Übungsleitern. Der 17-jährige Ahmed bringt es auf den Punkt: „Die sind echt cool drauf, die Zwei.“

Dennis Bechtel



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