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Krankenhäuser

Kein ,gekaufter’ Streikbrecher

28.06.2012 | 17:00 Uhr
Kein ,gekaufter’ Streikbrecher
Das Helios-Klinikum-St. Johannes an der Abtei in Hamborn. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Duisburg-Hamborn/Damp.   Helios-Konzern setzte in Damp 1000 Angestellte auf die Straße. 300 Euro am Tag als Streikbrecher-Prämie

Ein Vorgang ohne Beispiel in der Geschichte der deutschen Krankenhäuser zieht seine Kreise nun auch in Hamborn: Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, wurden 1000 Mitarbeiter der Helios-Kliniken im norddeutschen Damp fristlos gekündigt.

Mit diesem Schritt gehe Fresenius-Helios gegen den Streik von 70 Beschäftigten der Zentralen Servicegesellschaft (ZSG) der Akutkrankenhäuser, Rehakliniken und Serviceeinrichtungen bei der Konzerntochter Damp Holding AG vor.

Verdi schreibt, dies sei ein unsoziales Vorgehen ohne Beispiel. Nun würde der Krankenhaus-Konzernriese auch Duisburger Mitarbeiter mit 300 Euro Prämie pro Tag locken, schreibt Verdi weiter. Die müssten bereit sein, als „Streikbrecher“ in Damp zu arbeiten. Laut Verdi sei auf dieses Angebot kein Angestellter aus Duisburg eingegangen.

Die Gewerkschaft fordert ihre Mitglieder auf, am Samstag, 30. Juni, um 12 Uhr vor dem Kieler Gewerkschaftshaus in der Legienstraße zu demonstrieren.

Eine Sprecherin des Helios-Klinikums-St. Johannes bestätigte, dass es ein Angebot an Duisburger Angestellte gegeben habe. Allerdings: „Von den Duisburger Standorten sind keine Mitarbeiter in vom Streik betroffene Kliniken gefahren.“

Christian Balke



Kommentare
28.06.2012
21:43
Kein ,gekaufter’ Streikbrecher
von hanjuxj900 | #1

Die Duisburger haben eben Stolz, das haben wir in vielen Arbeitskämpfen gesehen. Uns hatte man geholfen, jetzt stehen wir hinter den Anderen Betroffenen. Gut so, weitermachen

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