Kein Bauland im Mattlerbusch

Der Revierpark Mattlerbusch aus der Vogelperspektive. Luftbild: Hans Blossey
Der Revierpark Mattlerbusch aus der Vogelperspektive. Luftbild: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
SPD, Grüne und Linke in der Bezirksvertretung wollten Randflächen des Mattlerbuschs als Bauland vermarkten. Städtische Verwaltung lehnt dies ab.

Röttgersbach..  Die Stadtverwaltung die Idee von SPD, Grünen und Linken in der Bezirksvertretung Hamborn durchkreuzt, durch Verkauf und Bebauung von Wohngrundstücken am Rande des Revierparks Mattlerbusch dem Regionalverband Ruhr die finanziellen Mittel für weitere Investitionen in den Park zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt 15 000 Quadratmeter solcher Flächen grenzen an den Revierpark: einmal knapp 1900 Quadratmeter auf der Rückseite des jüdischen Friedhofs und 7 000 Quadratmeter auf der Ostseite des Parks, südlich der Vennstraße, beide auf Duisburger Gebiet, sowie knapp 1 600 Quadratmeter und 4700 Quadratmeter auf Gebiet der Stadt Oberhausen im Ortsteil Holten.

Gemeinsam mit der Nachbarstadt und dem Revierpark möge die Stadtverwaltung diese Flächen als Wohngebiete ausweisen und verkaufen, so lautete der Vorstoß im November 2014. Sprecher von SPD, Grünen und CDU hielten das für einen akzeptablen Kompromiss, durch den aber die Existenz des Revierparks langfristig gesichert werden könnte. Ratsherr Karlheinz Hagenbuck hatte schon damals vorsichtig Zweifel an dem Vorhaben geäußert.

Diese Zweifel begründete die Stadtverwaltung jetzt für die beiden Duisburger Flächen aus fachlicher Sicht: Für die 1900 Quadratmeter große Fläche, so heißt es, setze ein Bebauungsplan zur Zeit „Fläche für die Landwirtschaft“ fest. Selbst wenn das geändert würde, wäre die Fläche mit ihrem dreieckigen Zuschnitt nur eingeschränkt zu bebauen. Auch aufgrund ihrer Nähe zum Revierpark sei sie dafür ungeeignet.

Für die 7000 Quadratmeter große Fläche setze ein anderer Bebauungsplan „Freizeitpark“ fest. Daraus Wohngebiet zu machen, würde den bisherigen stadtplanerischen Zielen völlig entgegenstehen. Es handele sich schließlich um einen „wichtigen landschaftsbezogenen Freiraum für den hochverdichteten Norden sowie um ei­nen klimatischen Ausgleichsraum.“ Bisher sei Ziel der Stadtentwicklung, ein weiteres Zusammenwachsen von Duisburg und Oberhausen zu vermeiden. Andere Flächen im Duisburger Norden würden sich viel besser eignen.

Der Revierpark sei bislang wegen seiner überregionalen Funktion als Freiraum für solche Zwecke ausgeschlossen worden, ebenso die direkt daran grenzenden Flächen, um die großen zusammenhängenden Freiräume vor weiterer Zersiedlung zu schützen.

„Strategisch ist die Bebauung von Brachflächen, Baulücken und die Umsetzung von Abriss und Neubau die beste Lösung“, so die Verwaltung. Außerdem sollte zunächst geprüft werden, ob auf Oberhausener Seite eine Bebauung möglich sei.