Katholische Kitas im Spiel vereint

Einen hungrigen Stoff-Haifisch mussten die Kinder bei diesem Spiel füttern. Schwieriger, als es auf den ersten Blick aussieht. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Einen hungrigen Stoff-Haifisch mussten die Kinder bei diesem Spiel füttern. Schwieriger, als es auf den ersten Blick aussieht. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Zum Weltspieletag trafen sich Kita-Kinder des Bistum-Zweckverbands in Meiderich und spielten nach Lust und Laune. Freies Spiel kommt oft zu kurz.

Meiderich..  Am Donnerstag trafen sich Kinder und Betreuerinnen katholischer Kindertagesstätten aus dem Duisburger Norden am Ingenhammshof und spielten. Am 28. Mai war Weltspieletag.

Beim Angelspiel auf der grünen Wiese, die den Lernbauernhof Ingenhammshof von der Hauptstraße trennt, hat der kleine Paul seinem Mitspieler Julez fast alle Fische weggefangen. Egal – gleich geht das Spiel in die nächste Runde.

Nebenan verrenkt sich Johanna auf einem Twister-Teppich. Wenige Meter weiter schafft es Amir tatsächlich, den hungrigen Stoff-Haifisch beim Schwungtuch-Spiel mit einem Ball zu füttern.

Es mögen 80, 90 Eltern und Kinder sein, die an diesem Donnerstag den Weg nach Meiderich gefunden haben. Zum Weltspieletag veranstaltet der Zweckverband der katholischen Kindertagesstätten im Bistum Essen seit Jahren Spiele-Treffs für Kinder, Eltern und Betreuer.

Auf die vor Gänseblümchen strotzende Wiese am Ingenhammshof sind an diesem Nachmittag Kinder von sieben katholischen Kitas gekommen: St. Peter spielt mit St. Hildegard, Christus unser Friede misst sich beim Sackhüpfen mit St. Josef, St. Norbert, St. Laurentius und St. Johann schwingen das große, bunte Schwungtuch.

„Man kann es zwar nicht pauschal sagen, aber manche Kinder sind im Kindergartenalter schon sehr verplant mit Kursen, Unterricht und anderen Tätigkeiten“, sagt Uta Stötzel von der Kita Christus unser Friede, „dabei kommt das freie Spiel dann zu kurz.“

Guter Draht nach oben

Um auch in Meiderich darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig freies, ausgelassenes Spielen für Kinder ist, haben Stötzel, ihre Kollegin Andrea Glowka von St. Peter, und viele andere Kita-Angestellte einen bunten Parcours auf der Blumenwiese errichtet.

„Der Herr Kocalar hat es richtig getroffen“, sagt Andrea Glowka, „in einer Stunde Spiel passiert mehr, als in einer Stunde miteinander reden.“

Sagt’s und führt den Bürgermeister Erkan Kocalar (Linkspartei), der Kinder und Kita-Leute an diesem Tag in Meiderich besucht, auf einen Rundgang durch den ausgelassenen Spielbetrieb.

Kocalar hatte zuvor betont, dass ihm nicht nur das Spiel an sich, sondern insbesondere das gemeinsame Spiel von Kindern aus unterschiedlichen Kulturen am Herzen liege: „Es freut mich, hier mit euch zu spielen, in einer Stadt mit mehr als 140 Nationalitäten“, sagte Kocalar, „wir bleiben bunt!“

Bunt ging es dann auch auf dem Rasen weiter. Sogar das Wetter hatte ein Einsehen mit den Kindern: Wolken brachen auf, die Sonne kam durch. „Wir haben eben einen guten Draht nach oben“, sagt Uta Stötzel augenzwinkernd.