Karnevals-Bus der „Pils-Sucher“ aus Duisburg verwüstet

Beim ersten Einbruch gossen die Täter Altöl in den Bus, dann schlugen sie alle Scheiben ein.
Beim ersten Einbruch gossen die Täter Altöl in den Bus, dann schlugen sie alle Scheiben ein.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Unbekannte verwüsteten den Karnevals-Bus der Neumühler Gesellschaft in einem Dinslakener Depot. Nach ihrem ersten Besuch kamen die Vandalen wieder.

Duisburg.. Der Festumzugs-Bus der Neumühler Karnevals-Gesellschaft „Die Pils-Sucher“ wurde in der vergangenen Woche in einer Dinslakener Garage verwüstet. Die Karnevalisten, die jährlich auch den beliebten Neumühler Viertelzug organisieren, sind schockiert. Derzeit steht sogar der Neumühler Karnevalsumzug 2016 auf der Kippe.

„Wenn Karnevalisten, engagierten, fröhlichen Menschen, das Lachen im Halse stecken bleibt und Tränen der Empörung, Wut und Trauer kommen, dann muss schon etwas heftiges passiert sein“, schreibt Reiner Terhorst, selbst „Pils-Sucher“ und Neumühler Chronist.

Der Karnevalsbus der Pils-Sucher fiel Vandalismus zum Opfer. Und das sogar zweimal. Die Traditionskarnevalisten aus dem Duisburger Norden sind „am Boden zerstört“, so die Vorsitzende Inge Hanßen.

Scheiben eingeschlagen, Öl verkippt

Die Aktiven der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß Neumühl Die Pils-Sucher hatten für viel Geld und mit viel Arbeitskraft einen Linienbus zu einem Umzugs tauglichen Gefährt umgebaut, der in einer Dinslakener Halle stand: Dort wurden nun die Scheiben eingeschlagen, in der Halle befindliches Altöl darin ausgegossen und ein riesiger Schaden verursacht.

Wenige Tage später kamen die mutmaßlich selben Täter zurück und vollendeten ihr Werk: Sämtliche Fenster der Halle wurden eingeschlagen, der Bus weiter komplett demoliert. Scheiben, Blinker, Vorder- und Rücklichter wurden komplett zerschlagen

„Wir haben uns das mühsam abgespart und fast jedes Wochenende am Bus gearbeitet, und nun soll alles umsonst sein?“ Die Pils-Sucher-Vorsitzende Inge Hanßen ist schockiert. „Unsere Frauen machen bei den Veranstaltungen das Essen, unsere Männer zapfen und kellnern, wir verkaufen Trödel, um Geld reinzubekommen. Und jetzt sowas“, blickt sie fassungslos in eine ungewisse Zukunft.

Techniker versucht den Bus zu retten

Der Verein finanziert auch eigenverantwortlich den jährlichen Neumühler Viertelzug am Rosenmontagmorgen, der an Versicherungen und Gebühren eine ordentliche Stange Geld kostet.

Jetzt versucht das Pils-Sucher-Technik-Team um Kurt Niedermeier, den Bus doch noch wieder auf Vordermann zu bekommen. Aber das wird ebenfalls eine ordentliche Summe verschlingen – wenn der Bus überhaupt zu reparieren ist.

Ganz dringend suchen die Pils-Sucher eine Garage oder eine sichere Unterstellmöglichkeiten für ihren ramponierten Bus, der im Grunde genommen ein Neumühler Narrenschiff auf vier Rädern ist.

Der Verein hofft auf Unterstützer, die jetzt ihre Hilfe anbieten. Inge Hanßen und Schriftführer Manfred Oerzu vom Vereinsvorstand sind in dieser Sache unter den Rufnummern 0171 6257386 und 0152 57136684 zu erreichen.