Karl Beckwermert aus Duisburg-Laar liebt den Freizeitsport

Am Grab von Hermann Löns machte Karl Beckwermert bei einer Radtour Halt.
Am Grab von Hermann Löns machte Karl Beckwermert bei einer Radtour Halt.
Foto: Karl Beckwermert
Was wir bereits wissen
In diesem Teil unserer Serie „Mitmenschen im Duisburger Norden“ stellen wir den Laarer Karl Beckwermert vor. Er schaffte 30 Mal das Sportabzeichen.

Laar am Rhein..  Sport ist sein Leben: Auch im Alter von inzwischen 81 Jahren ist der Wahl-Laarer Karl Beckwermert noch regelmäßig aktiv. „Meine Ärztin hat mir mal gesagt: Sie haben immer Sport gemacht, machen Sie so weiter, wenn Sie gesund bleiben wollen.“ Das war vor mehr als einem Jahrzehnt. Karl Beckwermert hat den Rat ernst genommen.

30 Mal hat der frühere Kaufmännische Angestellte und spätere Mitarbeiter einer Versicherung das Sportabzeichen gemacht. „Da muss man bestimmte Leistungen erbringen. Aber ich bin ein ehrgeiziger Mensch. Ich habe mir immer gesagt: Du willst das Ziel nicht nur erreichen, sondern besser sein.“ Das hat geklappt. Zur Belohnung gab es „goldene“ Urkunden. Zum Sport ist der Münsterländer gekommen, weil er einen Ausgleich zum Berufsalltag suchte. Gute Leistungen brachte er beim Laufen (Kurz- und Langstrecke), Schwimmen, Weit- und Hochsprung und beim Kugelstoßen.

Die Liebe führte nach Duisburg

Als junger Mann kam der Münsterländer nach Düsseldorf. Dort hatte er eine Anstellung gefunden – und seine Frau Elfriede kennen gelernt. Sie stammte aus Duisburg, lockte ihn in ihre Heimatstadt, wo es über Beziehungen möglich war, eine Wohnung zu finden. Er hätte sich nicht träumen lassen, Duisburger zu werden. Aber er bereut es nicht.

In der Nachbarschaft, in Beeckerwerth, fand er einen Kleingarten, den er bis heute beackert. Obst und Gemüse baut er an – und weiß die Qualität zu schätzen. Früher nutzte er jede freie Stunde, um die Scholle mit seinen Kindern und später dem Enkelsohn zu beackern. Seit seine Frau krank ist und seiner Pflege bedarf, hat er nur noch zwischendurch Zeit, um alles in Ordnung zu halten.

Um fit zu bleiben, geht er nun regelmäßig schwimmen, ist dafür sogar erst vor kurzer Zeit noch in einen Verein eingetreten. Außerdem trifft er sich regelmäßig in einer Runde Gleichgesinnter, um Turn- und Gymnastikübungen zu absolvieren. Des Weiteren steigt er noch regelmäßig aufs Rad. Früher ging er insbesondere an den Wochenenden mit seinem Enkel auf große Touren. „100 Kilometer am Tag waren nichts Besonderes“. Eine seiner schönsten Zweiradfahrten führte ihn durch die Lüneburger Heide. Die mag er ganz besonders. Ein paar hundert Kilometer hat er dort vor einigen Jahren binnen einer Woche zurückgelegt – und erntete Lob von Einheimischen.

Neben den Fitness-Aktivitäten und der Gartenarbeit hat Karl Beckwermert noch ein ungewöhnliches Hobby: Er begibt sich gerne auf die Pirsch. Allerdings nur mit dem Feldstecher und einer Kamera.