Junges Duisburg will den Wald am Beecker Stadtbad erhalten

Jacqueline Dikty, Uwe Becker, Oliver Beltermann und Felix Feykes vom „Jungen Duisburg“ wollen das Beecker Wäldchen erhalten. Foto: Udo Milbret
Jacqueline Dikty, Uwe Becker, Oliver Beltermann und Felix Feykes vom „Jungen Duisburg“ wollen das Beecker Wäldchen erhalten. Foto: Udo Milbret
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Was wir bereits wissen
Nachweislich gegen den Willen von Rat und Bürgern, sagt Uwe Becker vom Jungen Duisburg, werde in Beeck ein Groß-Bauprojekt geplant.

Beeck.. „Der ganze Wald soll weg“, sagt Uwe Becker, der den Arbeitskreis Duisburg-Nord des Wählerbündnisses Junges Duisburg leitet.

Er zeigt von der Liegewiese des stillgelegten alten Beecker Stadtbades aus in Richtung der Bahntrasse, die hinter dem Waldstück entlang der alten Emscher verläuft. „Das Problem ist nur“, sagt Becker weiter, „dass viele Beecker das Wäldchen als Naherholungsgebiet nutzen.“

Bürger, Bezirksvertretung und Rat der Stadt, sagt Becker, seien sich zwischen 2009 und 2011 einig gewesen, dass dieses Waldstück erhalten werden soll: „Als damals die Bürgerbeteiligung zum Stadtplanungskonzept Duisburg 2027 lief, waren anschließend klar: Die Fläche des alten Hallenbads und die Liegewiese sollen bebaut werden, der Wald aber erhalten werden.“

Mittlerweile, sagt Becker, habe die Verwaltung jedoch auch die von den Bürgern so geschätzte Grünanlage im Teilräumlichen Strategiekonzept Duisburg 2027 für den Stadtteil Beeck, als Wohnbaufläche ausgewiesen.

„Dies widerspricht den Beschlüssen der Bezirksvertretung Meiderich und dem Beschluss des Rates vom Oktober 2011“, sagt Beckers Parteifreund Ratsherr Oliver Beltermann, der mit zwei weiteren Mitgliedern des Jungen Duisburg dem Ortstermin beiwohnt: „Wenn sie so wollen, wurde der Bürgerwille erst berücksichtigt, jetzt wurde er klammheimlich kassiert.“

Beecker Bürger, sagt Becker, hätten das Junge Duisburg während des turnusmäßigen Nord-Stammtisches auf diese Pläne aufmerksam gemacht: „Ich kann verstehen, dass viele Beecker dieses Waldstück hier nicht missen wollen“, sagt Becker, „zumal in diesem Stadtteil wirklich jeder Baum einen Zugewinn an Lebensqualität bedeutet.“

Sachlich erklären, sagt Becker, könne er sich die Diskrepanz zwischen Bürgerwille, politischer Entscheidung und Verwaltungshandeln nicht: „Die einzige Vermutung, die ich habe, ist die, dass da vermutlich irgendwer ein massives Interesse daran hat, dass hier auf der ganzen Fläche Baurecht geschaffen wird. Bürgerwille hin oder her.“

Die Vertreter des Jungen Duisburg wollen sich damit nicht abfinden. Auf der Sitzung des städtischen Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr am 19. Februar, wird ein Antrag eingebracht.

In dessen Rahmen wird der Oberbürgermeister gebeten, die geplante Ausweisung der Wohnbaufläche auf das Hallenbad und die Liegewiese zu reduzieren, damit die Grünanlage erhalten werden kann.

„Weil dies nachweislich dem Willen des Rates entspricht“, sagt Becker, „sind wir sicher, dass es da nur Zustimmung geben kann.“