Integration hoch zu Ross
24.11.2011 | 16:22 Uhr 2011-11-24T16:22:00+0100
Duisburg-Nord. „Ritte des Jahrhunderts“ lockten nun hunderte Reiter in die Stadthalle Walsum zur gleichnamigen Benefizgala der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und des Pferdesportverbands Rheinland
Hans Günter Winkler und „Wunderpferd“ Halla sind nicht nur Reitsportfans ein Begriff. Trotz Verletzung errang er 1956 unter Schmerzensschreien olympisches Gold in Stockholm und wurde zur Sportlegende.
Diese und andere „Ritte des Jahrhunderts“ lockten nun hunderte Reiter in die Stadthalle Walsum zur gleichnamigen Benefizgala der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und des Pferdesportverbands Rheinland. In drei Epochenfilmen verfolgten die Gäste die spektakulärsten Ritte seit der Olympiade 1912 bis in die Gegenwart.
Höhepunkte des Abends waren jedoch die zahlreichen Sportberühmtheiten, die den Moderatoren Christoph Hess und Petra Hartmann Rede und Antwort standen und auch Einblicke in ihr Privatleben gaben. Dabei waren Dr. Hanno Dohn, Frank Ostholt mit Ehefrau Sara Algotsson-Ostholt, Isabell Werth, Nicole Uphoff-Selke, Johann Hinnemann, Sönke Sönksen und Kai Vorberg. Beeindruckend, vor allem körperbehinderte Weltklassereiterinnen. „Auch mit Handicap ist vieles möglich“, sagte die querschnittsgelähmte Paralympics-Siegerin Hannelore Brenner. „Nach meinem Unfall konnte ich etwas machen, das größer ist als alles, was ich mir vorher hätte vorstellen können.“ Para-Weltmeisterin Angelika Trabert zeigte, dass man auch ohne Beine viel erreichen kann. „Reitsport ist gelebte Integration.“
Der Erlös des Abends kommt dem Para-Equestrian-Fonds des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten zugute, der mitunter Behindertenreitsport unterstützt. Die Gesamtsumme, die bei den diversen Benefizgalas des Jahres zusammengekommen ist, wird erst in einigen Wochen bekannt gegeben.
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