Infoabend zur Krankheit Vaskulitis

Foto: Ingo Wagner
Was wir bereits wissen
Zweiter Info-Tag am Helios Klinikum Duisburg lädt zur Veranstaltung rund um die Autoimmunerkrankung. Ärzte und Selbsthilfegruppen sind dabei

Hamborn..  Diagnose Vaskulitis: Für viele Betroffene bedeutet das zunächst eine Erleichterung, da sie meist über Jahre hinweg an Schmerzen und Beschwerden gelitten haben, ohne den Grund zu kennen. Denn die seltene Autoimmun-Krankheit versteckt sich oft hinter anderen Symptomen, wie rheumatischen Gelenkschmerzen oder diffusem Unwohlsein.

Um Betroffenen, Ärzten und Interessierten ein Forum zu bieten und neue Erkenntnisse vorzustellen, lädt das Helios Klinikum Duisburg zum zweiten Vaskulitis-Tag am Samstag, 22. Oktober, von 10 bis 15 Uhr ins Abteizentrum, An der Abtei 1, nach Hamborn ein.

Dort präsentieren Experten des Klinikums – unter anderem aus der Rheumatologie, Nephrologie, Kardiologie und Dermatologie – gemeinsam mit der Vaskulitis-Selbsthilfegruppe-Niederrhein e.V. in Vorträgen den aktuellen Stand der Medizin und stehen für Fragen zur Verfügung.

Die Besucher erwarten darüber hinaus ein buntes Programm an Informationsständen sowie eine Bürgersprechstunde. Zudem können sie selbst einen Blick durch das Fluoreszenzmikroskop werfen. Das Gerät macht in der medizinischen Diagnostik dank einer speziellen Technik die Antikörper sichtbar, die der Körper bei einer Vaskulitis-Erkrankung bildet.

Möglichkeiten zur Behandlung

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 4000 Menschen neu, die Dunkelziffer dürfte aber weit höher sein. Allen Formen der Vaskulitis gemeinsam ist die fortschreitende Entzündung bestimmter Gefäßgruppen, aus denen im schlimmsten Fall Gefäßverschlüsse und Organversagen entstehen können. Heilbar ist die Systemerkrankung nicht, sie lässt sich aber mit Hilfe moderner medizinischer Verfahren gut behandeln. Information und Aufklärung sind deshalb ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Die sogenannten Vaskulitiden fallen unter den Begriff der Autoimmunerkrankungen, das heißt, das Immunsystem der Betroffenen wendet sich gegen den eigenen Körper. Betroffen sind hier die kleinen, mittleren oder großen Gefäße, an denen sich Entzündungen ausbilden, die im schlimmsten Fall durch Verengungen oder Verschlüsse zu schweren Organschäden führen können.

Die genaue Ursache ist unklar, Mediziner vermuten neben einer genetischen Veranlagung auch Umwelteinflüsse und verschiedene Bakterienformen als treibende Faktoren. Die Diagnose ist schwierig und in den meisten Fällen langwierig, häufig können nur mit Systemerkrankungen Ärzte die Puzzleteilchen zu einem Bild zusammensetzen.

Weitere Infos per Mail über Astrid Gleussner (journalistin@gleussner.de) von der Selbsthilfegruppe oder per Telefon über das Sekretariat von Dr. med. Monika Klass, Chefärztin der Rheumatologie am Helios Klinikum Duisburg, unter 0203 - 5 46 20 40. Die Veranstaltung ist kostenlos.