In Duisburg-Marxloh entsteht ein neuer Quartiersplatz

Die Freifläche "An der Paulskirche" wird zum Quartierspatz.
Die Freifläche "An der Paulskirche" wird zum Quartierspatz.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
293 000 Euro bewilligte die Bezirksvertretung Hamborn für die Neugestaltung des Areals, auf dem bis vor einigen Monaten die Pauluskirche stand.

Marxloh..  Für zwei Minuten wurde an der Stirnseite des großen Sitzungssaals im Hamborner Rathaus ein kleiner Plan angebracht. Wenige Sätze wurden dazu gesprochen. Das genügte jetzt für die Stadtverwaltung, um von der Bezirksvertretung Hamborn 293 000 Eu­ro zu bekommen. Sie sind für die Gestaltung des künftigen Quartiersplatzes gedacht, der an die Stelle der im vergangenen Jahr abgerissenen katholischen Pauluskirche treten soll.

Dort, wo Bertramstraße, Gillhausenstraße, Diesterwegstraße und Wilfriedstraße sternförmig auf die Rundstraße „An der Pauluskirche“ treffen, soll künftig ein neuer Mittelpunkt dieses Quartiers entstehen. Seine Bedeutung soll er durch die angrenzenden gemeinnützigen Einrichtungen erhalten: die Grillo-Gesamtschule, den Sitz des Vereins „Tausche Bildung für Wohnen“ im ehemaligen katholischen Gemeindehaus und die Sozialen Dienste des Runden Tischs Marxloh im alten Pfarrhaus.

Das Zusammenleben stärken

„Mit der sozialen Wiedernutzung der Gebäude wird dieser Quartiersbereich vitalisiert und das soziale Gefüge stabilisiert“, schrieb die Verwaltung dazu. Und: „Der Quartiersplatz übernimmt die Funktion eines sozialen Außenraums und stärkt damit das Zusammenleben“, je­denfalls gemeinsam mit weiteren Projekten wie ei­nem grünen Korridor vom Schwelgernpark bis zur Wolfsbahntrasse, dem neuen Park im Entenviertel und der Beseitigung weiterer Leerstände.

Die gestalterischen Umrisse sollen an den ehemaligen Standort der Kirche erinnern. Begehbar soll der Platz für Fußgänger werden, soll ihnen Orientierung und ein Gefühl der Sicherheit geben. Es soll bei einer prägenden Einfassung durch Linden auf einem acht Meter breiten Streifen bleiben. Die Innenfläche soll Betonsteinpflaster bekommen. Nahe der Bertramstraße soll es zwei Sitzbänke aus Fertigbeton geben. Vier Lichtmasten sollen den Platz beleuchten, eine Tafel über seine Geschichte informieren. Zusätzliche Parkplätze soll es aber nicht geben. Die noch stehenden Mauerreste der Kirchengemeinde sollen abgebrochen werden.

Bürgerbeteiligung ohne Ergebnis

Weil sich aber kurzfristig die Möglichkeit ergeben habe, die nötigen Gelder aus dem Landesprojekt „Soziale Stadt“ zu erhalten, drängte Bernd Welke von der Baubehörde, sei für Diskussionen über die Gestaltung leider keine Zeit mehr. „Das muss bis Ende März beantragt werden“, betonte auch Ratsherr Manfred Slykers (SPD). Damit blieb den SPD-Vertretern nur noch, statt einer förmlichen Bürgerbeteiligung um eine „Einbindung auf dem kleinen Dienstweg“, so Claus Werner Krönke (SPD), zu bitten. Vertreter anderer Parteien meldeten sich nicht zu Wort. Nach der Vorlage der Stadtverwaltung hat es am 10. Juni 2014 aber eine Bürgerbeteiligung gegeben, bei der es jedoch keine Anregungen gab.