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In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh

23.05.2012 | 07:53 Uhr
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
Am Pollmanneck ist die Welt in Ordnung, etwas abseits gibt es viele Wohnungs- und Geschäftsleerstände. Foto: Ulla Michels / waz

Duisburg-Marxloh. Die Krise auf dem Marxloher Wohnungsmarkt hat viele Ursachen: Einige davon sind hausgemacht. Die anhaltend negative Bevölkerungsentwicklung: 1990 hatte Marxloh noch 22113 Einwohner, im 2000 waren es noch 18 964 und 2010 sogar nur noch 17522. ein Bevölkerungsschwund von fast 4600 Einwohnern, 20,8 Prozent. Von 2000 bis 2010 verlor der Stadtteil nochmals 7,6 Prozent seiner Einwohner. Fast doppel so viele wie im Rest der Stadt.

Bis 2027 sagen die Stadtplaner für Marxloh einen weiteren Rückgang um 1700 Einwohner oder 9,8 % auf dann 15 780 Bewohner voraus.

Die große Mehrheit der Bürger, die Marxloh verlassen, ziehen in andere Duisburger Stadtteile, deutlich weniger in andere Städte, so die Studie des Kölner Stadt- und Raumplanungsbüros Dr. Jansen, die für das Duisburger Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement erstellt wurde. Genannt wird das Ganze „Stadtentwicklungskonzept Marxloh“ und kann im Internet unter www.duisburg.de eingesehen werden. Das Konzept hat die Bezirksvertretung in Hamborn bereits verabschiedet. Mitte Juni muss der Rat der Stadt über das Konzept entscheiden. Ab Herbst soll der Dialog mit den Vermietern und Eigentümern beginnen.

Bei der Diskussion im Gemeindezentrum Arche, die Claus Krönke vom Vorstand des Runden Tisches moderierte, hagelte es von zahlreichen Bürgern Kritik. Besonders bemängelt wurde, dass die Verfasser der Studie kaum mit Mietern und Vermietern im Stadtteil gesprochen hatten. Außerdem habe es doch schon reichlich Arbeitskreise, Studien, Ideen und Verbesserungsvorschläge für Marxloh gegeben. Moniert wurde auch der textlastige Power-Point-Vortrag. Doch niemand - weder auf dem Podium noch im Publikum - hatte Zweifel daran, dass jetzt in Marxloh dringend, zeitnah und konsequent gehandelt werden muss.

„Wir planen heute gemeinsam mit der EG DU die Verstetigung des Stadtteils nach einer einmalig langen Förderphase und erkennen nun, dass wir an einem neuen Anfang stehen“, fasste Haydar Oezbas vom Runden Tisches zusammen.

Martin Krampitz


Kommentare
25.05.2012
22:40
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von hercules150 | #10

zu 9 Lesen sie mal den Wohnbericht 2011 Stadt Duisburg und Sie werden feststellen
wie mal wieder die Tatsachen was Marxloh angeht nicht der Wahrheit entsprechen.

25.05.2012
07:44
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von duisifan | #9

@karaDu: Tatsachen sind nicht falsch, nur weil man sich eine andere Lebensrealität wünscht wie sie. Wachen sie auf aus ihrer Traumwelt!

24.05.2012
14:24
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von karaDu | #8

@duisifan

Das schriebt doch alles schon die Stadt. Durch die Wiederholung im Kommentar wird es weder besser noch wahrer.

24.05.2012
14:12
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #7

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

24.05.2012
14:10
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von duisifan | #6

@47169marxloh: DANKE! Endlich mal ein nicht polemischer, dafür sachlicher Bericht über die Entwicklung ohne Schuldzuweisung an Mitmenschen anderer Nationalitäten.

Lösunsgsansätze sind in Marxoloh nicht, weiter billigen Wohnraum zu schaffen, sondern vorhandenen abzureißen. Der Duisburger Norden schrumpft, dies ist eine nüchterne Tatsache und die Belange einer BI Zinkühüttenplatz können nur belächelt werden angesichts der Probleme die hier herrschen. Der Wohnraum geht insgesamt sowohl quantitätsmäßig wie qualitätsmäßig am Bedarf der Bevölkerung komplett vorbei. Die Mieter mit Migratonshintergrund und deutschem Pass haben auch ihre Ansprüche, sie lassen sich nicht mehr im Hinterhof auf 32 qm mit Kohleofen unterbringen und recht haben sie. Der Markt muß ganz nüchtern analysiert und angepasst werden. Abriss wird dabei ein Thema sein.

24.05.2012
09:47
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von karaDu | #5

Statistik = Lügen mit Zahlen.

23.05.2012
18:12
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von hercules150 | #4

Auf diesen Weg versucht die Stadt doch nur, für die EGDU Leute den Arbeitsplatz
bis 2027 zu sichern. Auch in Zukunft wird preiswerter Wohnraum benötigt.
Ich würde der Stadt raten erst einmal mit ihren eigenen maroden und leerstehenden Gebäude in ganz Duisburg anzufangen.

23.05.2012
11:10
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von 47169marxloh | #3

weiter: Durch das Fehlende Auffangen bekam Marxloh das Image des Arbeitslosenstadtteils, was verstärkt wurde, dass die Sozialämter preläre Menschen speziell nach Marxloh wohnungsmäßig verwiesen.Die Vorbilder wurden also weniger.Die letzte Entwicklung war dieselbe wie aktuell in Hochfeld.EU Wirtschaftsflüchtlinge siedelten sich an, was auch nicht schlimm ist, aber sie wuren nie integriert. Mit ihnen kamen auch viele kriminelle Organisationen, die von der Bevölkerung als Bedrohung gesehen werden. Es entsteht ein Unsicherheitsgefühl mit der Folge eines neuen verstärkten Rückzuges.Immer mehr Menschen-auch Migranten fühlen sich fremd im Stadtteil, der Stadtteil kippt weiter.Das dürften wohl die geschichtlichen Gründe sein.

23.05.2012
11:06
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von 47169marxloh | #2

@1: interessanter Beitrag, der allerdings in den Antworten oft am Rande von political correctness streift.Was hat denn Marxloh nun negativ verändert : Die Mittelschicht der Ureinwohner, also 1900 immigrierte Polen hat den Stadtteil teilweise normal verlassen, um in Walsum oder Voerde zu bauen, das war die allgemeine Landflucht in den 70ern und normal.Alteingesessene Gastarbeiter sind mit der Rente zurück in die Heimat. Neue Menschen mit Migrationshintergrund sind zugezogen, der Weg zum interkulturellen Stadtteil, eine positive Entwicklung, die Lücken schloss. Hinzu kamen aber sich schwer integrierende Menschen, die einen Lebensstil pflegen, den viele Bewohner nicht verstanden und sich auch nicht damit identifizieren konnten. Es sind die so genannten "Eckensteher".Wer heute über die Weseler Straße geht, weiß, was gemeint ist. Durch den Wegfall von Thyssenarbeitsplätzen kam dazu eine erhöhte Arbeitslosigkeit, was zunächst nicht schlimm ist, allerdings fehlten die Angebotsalternativen.

23.05.2012
08:48
In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh
von caarli | #1

"""In 20 Jahren verließ jeder fünfte Bürger Duisburg-Marxloh"""

Das nennt man STATISTIK. Differenzierte, aussagefähige Zahlen würden nach Einheimischen, Zuwanderern und Ausländern unterscheiden.
Denn nur nach dieser Unterteilung kann man die Wanderungsströme genau analysieren.

Oder anders gefragt: wieviel Deutsche haben den Stadtteil in den letzten 20 Jahren verlassen und wer ist dafür in diesen Stadtteil gezogen.

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