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Illegales Osterei vom MSV

19.03.2008 | 18:27 Uhr

Während sich die Meidericher schon auf den Osterspaziergang freuen, macht der Sportverein ihnen einen Strich durch die Rechnung: Unvermittelt stehen sie vor einem überflüssigen meterhohen Zaun.

Zaun des Anstoßes: Nachbar Erich Meier vor dem MSV-Bollwerk. Foto: Udo Milbret

Das dickste Osterei hat der MSV in der Osterwoche gelegt. Pünktlich zur Osterzeit, wenn viele Leute Zeit für ausgiebige Feiertagsspaziergänge haben, hat der Verein in Meiderich den Naturfreunden den Weg mit meterhohen Zäunen zugesperrt. Jetzt sind Anwohner, Spaziergänger und Radfahrer stinkesauer und wollen wissen, wer der Schuldige ist. Das ist wohl, so stellt es sich derzeit dar, der MSV.

Der Weg, der von der Borkhofer Straße bzw. der Dennwitzstraße zwischen dem Hockey- und dem Fußballplatz verläuft, führt ungestört und unbelästigt von Autoabgasen nach Ratingsee. Nur ist er jetzt unbenutzbar. Anwohner Erich Meier: "Wir haben oft mehrmals in der Woche den Weg von Ratingsee bis zum Meidericher Stadtpark gemacht. Ich verstehe gar nicht,wer sich so was einfallen lässt?"

Die Frage ist schon beantwortet, der Übeltäter steht vermutlich schon fest: Die Stadt hat nach ersten Ermittlungen des Meidericher Bezirksamtes und nach Auskunft des Bezirksvorstehers Wilhelm Jankowski schon im Jahr 2004 den Weg an den MSV verpachtet. Der Weg ist allerdings ausdrücklich ausgenommen. Der muss auch weiterhin allgemein zugänglich sein. Warum sich der Hellmich-Verein einfach über den Vertrag hinweg setzt, muss noch geklärt werden. Beim Verein war gestern keiner erreichbar.

Denn als das Thema in der Meidericher Bezirksvertretung beraten wurde, gab es zwar eine Einstimmigkeit zum Erbpachtvertrag, aber mit Einschränkungen. Dabei ging es eigentlich nur darum, die vielfältigen Pachtverträge zwischen Stadt und MSV durch einen zu ersetzen. Laut Protokoll der Sitzung wies Bezirksamtsleiter Ralph Cervik darauf hin, dass der gesamte Bereich wie bisher auch künftig begangen werden kann. Und Britta Gomez von der SPD-Fraktion wies darauf hin, dass es die Zustimmung ihrer Partei nur gebe, wenn auch der Weg in Zukunft für die Bürger zur Verfügung stehe. Mit dieser Haltung waren dann alle Parteien einverstanden.

Über diesen Beschluss hat sich die MSV-Truppe einfach hinweg gesetzt. Wer sich den Tatort anschaut, kann den Unmut der Betroffenen nachvollziehen: Für die Sperre auf beiden Seiten gibt es keinen nachvollziehbaren Grund, denn der Hockeyplatz auf der einen Seite und der MSV-Platz auf der anderen sind sowieso durch hohe Zäune gegen ungebetene Gäste geschützt.

Tanja Quack von der Dennewitzstraße wundert sich: "Letztes Jahr hat die Stadt noch den Weg fertig gemacht und Löcher ausgebessert." Und auch ihr Nachbar Erich Meier schaut wenig erfreut auf das Sperrwerk: "Ich weiß nicht, was das soll. Für Spaziergänger und Walker bleibt nur noch der Weg entlang der Straße oder man geht denselben Weg zurück." Aber jetzt gibt es wohl wieder Hoffnung.

Von Gerhard Klinkhardt

Kommentare
02.04.2008
19:38
Illegales Osterei vom MSV
von André | #9

Ewig diese polemik und das rumgenöle... Neid und Missgunst. Beleidungen und Niedertracht haben mit freier Meinungsäußerung nur wenig gemein. Und die...
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/illegales-osterei-vom-msv-id1551701.html
2008-03-19 18:27
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