„Hurra, ich kann Teryaki!“
25.10.2011 | 15:27 Uhr 2011-10-25T15:27:00+0200
Duisburg-Hamborn. Der Titel „Japanisch-Koreanischer Kochkurs“ ließ Exotisches erwarten und so machte ich mich voller Vorfreude auf in die katholische Familienbildungsstätte in Hamborn.
Normalerweise würde ich mich als den Nudeln-mit-Tomatensoße-Typ bezeichnen. Um meinen Horizont also kulinarisch zu erweitern, beschloss ich, einen Kochkurs zu besuchen. Der Titel „Japanisch-Koreanischer Kochkurs“ liess Exotisches erwarten und so machte ich mich voller Vorfreude auf in die katholische Familienbildungsstätte in Hamborn .
Die erste Hürde auf meinem Weg musste ich bereits vor Beginn des Kurses überwinden, denn ich sollte eine Schürze mitbringen. Schlussendlich musste Muttis Kleiderfundus herhalten, denn – mal ernsthaft – für meine bisherige Kocherfahrung hatte ich eine Schürze nie für nötig gehalten.
Mysteriöse Gewürze und Reiswein
In der Bildungsstätte angekommen erwartete mich eine Gruppe von 12 Teilnehmerinnen, sowie die faszinierende Kursleiterin Sumi Lalo. Nach einer Einführung, in der Sumi mehrfach betonte, dass Wasabi (Japanischer Meerrettich) mit äußerster Vorsicht zu dosieren sei, ging es dann an die Töpfe. Da die meisten Teilnehmerinnen schon zu zweit gekommen waren, blieb ich solo.
Um meine Unsicherheit zu überspielen, bemühte ich mich zunächst, alle Zutaten für mein Gericht „Teriyaki Huhn“ zusammen zu suchen. Dies stellte sich als schwieriger heraus, als zunächst angenommen. Nach zehn Minuten erfolgloser Suche nach dem mysteriösen „Mirin-Gewürz“, rettete Sumi mich. Mirin ist japanischer Reiswein. Das erklärte, warum ich ihn nicht im Gewürzregal finden konnte.
Sushi richtig rollen
Anschließend begann ich, eine Soße für die Hähnchenschenkel zuzubereiten. Laut Rezept hätte ich diese zuvor marinieren müssen, das blieb mir jedoch erspart. Sumi entschuldigte sich dafür viele Male bei mir, denn sie hatte am vorigen Abend selbst Teriyaki Huhn gemacht und im Eifer des Gefechts meine Hühnchen mit mariniert. Was ihr sehr leid tat, kam mir gar nicht ungelegen, denn so hatte ich etwas Zeit, in der ich an den anderen Tischen zusehen konnte. Während also meine Soße aus Mirin, Zucker und Sojasoße vor sich hin köchelte, konnte ich lernen, wie man Sushi richtig rollt und wie die leckeren Wantan Nudeltaschen geformt werden.
Zurück an meinem Arbeitsplatz begann ich, die Hühnchenschenkel zu braten. Die reichliche Zugabe von Öl in die Pfanne verursachte ein Spritzkonzert der Extra-Klasse, so dass ich mich schnellstmöglich nach einem Spritzschutz umsehen musste.
Als dann endlich alle Hühnchenschenkel goldbraun gebraten waren, kam meine Soße zum Einsatz. Sie wurde über die in einer Auflaufform platzierten Schenkel gegeben und alles zusammen kam noch mal in den Backofen. Dort sollte das Teryaki Hühnchen dann noch rund 20 Minuten bleiben.
Fazit? Positiv!
Während mein Gericht also noch nachgarte, begannen wir mit dem Essen. Als Vorspeise gab es eine koreanische Fleischtaschen-Suppe. Die unschuldig wirkende klare Brühe hatte es in sich, war aber trotz der Schärfe wirklich lecker. Anschließend gab es die lang erwarteten Sushi-Häppchen. Selbige fanden hohen Anklang bei allen Teilnehmerinnen. Auch die Salattaschen mit Schweinefleischfüllung wurden mit Lob bedacht. Dann folgte mein großer Moment, denn die Hühnerschenkel wurden aus dem Ofen auf den Tisch gebracht. Dazu gab es Glasnudeln mit Rührei und Hähnchenwürfel mit Erdnüssen. Alle drei Gerichte schmeckten wirklich gut, sodass ich zufrieden mit meinem Ergebnis war.
Ich konnte viele neue Rezepte mitnehmen und kann davon auch zu Hause mal etwas ausprobieren. Besonders praktisch finde ich, dass man in der japanischen Küche kaum Gewürze verwendet. Das ist dann auch was für Kochmuffel wie mich . . .
09:58
Stimmt, die Kochkurse bei Sumi und den anderen sind immer sehr lehrreich. Meißt einfache Rezepte, aber dafür sehr köstlich und mit Spaß gekocht.