Hürden trotz Qualifikation
07.11.2007 | 18:28 Uhr 2007-11-07T18:28:04+0100Die Duisburger Grünen diskutierten am Dienstag im Bruckhausen über Probleme und Chancen von Migranten in Deutschland
Über die Potenziale von Migrantinnen für unsere Gesellschaft diskutierten die Duisburger Grünen im Kulturbunker in Bruckhausen. Die fünf Diskussionsteilnehmer berichteten aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz, aber sie nahmen ebenfalls Stellung zu den allgemeinen Problemen von Migranten in Deutschland.
"Was für Potenziale bringen Migrantinnen mit?", fragte Moderatorin Derya Gür eingangs die Gäste auf dem Podium. Alle Diskutanten stimmten überein, dass diese Frage nicht pauschal beantwortet werden könne. "Grundsätzlich stecken Potenziale in jedem Menschen", stellte WDR-Moderatorin Asli Sevindim fest. Die Mehrsprachigkeit und "Bikulturalität" seien dennoch große Vorteile von Migranten, meinte Thomas Hurst, Mitglied der Initiative "Schwarze Menschen in Deutschland". "Die Pauschalität, über Migranten zu sprechen, ist das Problem", glaubt Zahra Mohammadzadeh, Mitglied der Bremer Bürgerschaft für Bündnis 90/Die Grünen. Sie fordert mehr Möglichkeiten für Migrantinnen, ihre Potentiale in die Gesellschaft einzubringen.
Zwar waren sich alle auf dem Podium darüber einig, dass Migrantinnen besonders gefördert werden müssen, um Chancengleichheit zu gewährleisten, aber letztendlich müsse die jeweilige Qualifikation entscheidend bleiben. "Trotz Qualifikation sind die Hürden sehr groß, und daran muss sich etwas ändern", sagte Nahla Manai (Grüne MuslimInnen NRW). Vor allem am negativen Bild von Migranten in der Öffentlichkeit müsse sich etwas ändern. Wenn in den Medien über Migranten berichtet wird, stünden meistens Probleme im Vordergrund.
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