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Holtkamp: Auf ein Neues

29.12.2008 | 17:44 Uhr
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Von Gerhard Klinkhardt

Die ersten Träume von einem lukrativen Gewerbegebiet im Holtkamp sind geplatzt. Der Investor hat Konkursangemeldet. Jetzt startet die Stadt einen neuen Versuch, das Gelände hinter dem Hamborner Bahnhof an der Ecke Holtkamp und Kopernikusstraße loszuwerden. Ein Teil der Fläche soll von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gebag mit Wohnhäusern bebaut werden, auf dem übrigen Gelände sind ein Baumarkt und und ein Möbelmarkt geplant. Bis vor etwa zehn Jahren standen hier Wohnhäuser, die aber wegen schlechter Bausubstanz dann abgerissen wurden.

Der Versuch, Einzelhändler anzusiedeln, hat schon zahlreiche Vorgänger in den letzten sechs Jahren gehabt. Aber es ist am Ende immer wieder daran gescheitert, dass man den Einzelhändlern in Hamborn und Marxloh das ohnehin nicht leichte Geschäft nicht noch weiter erschweren wollte. Deshalb sehen etliche Politiker auch den neuen Vorstoß nicht mit ungeteilter Freude. Frank Börner (SPD) bedauert, dass die Stadt nicht das Gelände zurückgekauft hat und nun als Gewerbegebiet komplett vermarktet: „Damit hätten wir mehr für Arbeitsplätze getan.”

Die Wohnhausbebauung sieht er mit viel Skepsis. Denn die Erfahrungen der letzten Jahre sind in Sachen Wohnbebauung alles andere als positiv. So ist ein Investor, der die Grünfläche vor dem Hamborner Bahnhof bebauen möchte, bisher nicht erfolgreich gewesen.

Auch ein andere Teil der Holtkamp-Fläche macht den Planern Kummer. Alle Versuche, mit der Deutschen Bahn über die Fläche zu verhandeln, um sie für Gewerbe zu nutzen, sind bisher gescheitert. Zuletzt hat es Bezirksbürgermeister Uwe Heider vor sechs Wochen zum letzten Mal entnervt probiert.

Dass es dieses Mal ein bisschen besser klappen könnte, dürfte an den Umständen liegen: Anders als in den früheren Verfahren ist das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen, Investoren haben es entsprechend einfacher. Dennnoch: Auch der geplanten Möbelmarkt und der Baumarkt müssen sich eine genauem Prüfung gefallen lassen. Denn bei ihnen sind regelmäßige Sonderverkäufe nichts Ungewöhnliches. Spätestens in diesen Fällen dürfte es dann schwer werden, die Unschädlichkeit für die etablierten Einkaufszentren nachzuweisen.

Holtkamp

Ein Teil der Holtkamp-Fläche ist Privatbesitz von Grillo, andere Flächen hingegen gehören jetzt der Gebag. und auch die Stadt hat sich ein Stück vom Kuchen gesichert, als sie eine Fläche mitten auf dem Grundstück erwarb, um so durch ihren Eigentümerstatus die weitere Verwendnung mitzubestimmen. Wer sich über den Plan informieren will, kann das unter anderem im Hamborner Rathaus vom 5. Januar bis 6. Februar tun. Im Internet: www.duisburg.de/stadtentwicklung (Bauleitplanung).

Gerhard Klinkhardt

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