Heider will Bürgerwillen in Duisburg-Hamborn umgesetzt sehen

Für die Weiterentwicklung des Geländes rund um den Hamborner Altmarkt wurde eine Bürgerbeteiligung durchgeführt.
Für die Weiterentwicklung des Geländes rund um den Hamborner Altmarkt wurde eine Bürgerbeteiligung durchgeführt.
Foto: WAZ/FotoPool
Neujahrsgespräch mit dem Hamborner Bezirksbürgermeister. Uwe Heider (SPD) spricht über lokale Perspektiven.

Hamborn.. Begleitet werden die Stadtbezirke in diesen schnelllebigen Zeiten von ihren Bezirksbürgermeistern. Die Redaktion sprach mit Uwe Heider (SPD) über Perspektiven, die er für 2015 in Hamborn sieht.

Ein Schwerpunkt im Bereich lokaler Stadtentwicklung ist für Heider der Bereich um den Hamborner Altmarkt: „Wir hatten dort 2014 eine aufschlussreiche Bürgerbeteiligung“, sagt Heider, „in deren Rahmen sich die Bürger für privaten Wohnraum und Parkflächen ausgesprochen haben.“

Er hoffe nun darauf, dass die Vorstellungen der Bürgerschaft in den Planungen der Kommune einen entsprechenden Raum einnehmen werden: „Die Pläne für den Bereich Parallelstraße bis Altmarkt werden jetzt ausgearbeitet. Die Ergebnisse der Bürgerbefragung fließen ein.“

Weniger Wettbüros

Außerdem hofft Heider, dass lokale Vermieter in Zukunft dafür sorgen werden, dass weniger Wettbüros in Hamborn entstehen: „Ich hoffe, dass da künftig nicht allein die Höhe der kurzfristig zu erwartenden Mieteinnahmen eine Rolle spielt.“

Bei Bau- und Immobilienprojekten verfolge er derzeit das Engagement der Wohnungsgenossenschaft Hamborn mit viel Freude: „Im Röttgersbach sieht das alles sehr gut aus und auch das Engagement der Woge in Neumühl ist zu begrüßen.“ Er hoffe, dass das geplante Kurzzeitpflege-Projekt neben der alten Thyssen-Verwaltung in 2015 wieder Schwung aufnehme: „Da müssen wir schnell mit dem Investor sprechen.“

Die Entwicklung des alten St.Barbara Hospitals zu einem modernen Immobilien-Standort liege wegen des dortigen Landesasyls erst einmal auf Eis. Aber: „Ich war gerade heute dort. was da geleistet wird, ist einfach fantastisch.“

Sorge um Vereine

Mit Sorge schaut Heider auf die Zukunft vieler Vereine in Hamborn: „Sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft, aber viele haben Nachwuchsprobleme.“ In Griff bekommen werde man die Probleme nur, sagt Heider, indem man sich in den Vereinen für Fusionen öffne: „Wir haben es gerade beim Neumühler Männergesangsverein erlebt, der mit einem Oberhausener Verein zusammengegangen ist. Das ist die Zukunft“, sagt Heider. Ihre Traditionen müssten die Vereine dabei gar nicht opfern: „Auch wenn das nicht leicht zu vermitteln ist.“