Hamborner wollen Gedenkstein im Stadtwald retten

Der Gedenkstein im Frühjahr 2015.
Der Gedenkstein im Frühjahr 2015.
Foto: Markus Adamski
Was wir bereits wissen
Im Stadtwald Duisburg-Hamborn befindet sich der von Unbekannten beschädigte Gedenkstein. Jetzt entstehen Ideen, wie man ihn erhalten kann.

Alt-Hamborn..  Der von Unbekannten stark beschädigte Gedenkstein im Hamborner Stadtwald soll eventuell auf einem städtischen Friedhof einen neuen Platz erhalten. Das berichtete Volker Lange, Sprecher der Wirtschaftsbetriebe, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Wie berichtet, wurde das Denkmal, das an Opfer des Ersten Weltkriegs erinnert, vor einigen Monaten zunächst mit roter Farbe beschmiert, später, nachdem die Farbe entfernt worden war, sind die Haupt-Schriftzüge mit Werkzeugen überwiegend entfernt worden.

„Der Gedenkstein liegt mir schon lange im Magen“, sagt Jörg Weißmann, Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn. Seit zwei Jahren versuche er, eine Restaurierung zu erreichen. „Leider bin ich nicht so wirklich weitergekommen.“

Immerhin: Weißmann hat einen Text entdeckt, den Gerhard Bell verfasst hat. Der befasst sich mit dem Stein im Stadtwald. Ursprünglich sollte Bells Ausführungen nach ein Denkmal zur Erinnerung an Turnvater Jahn errichtet werden. Dann kam der Krieg, die Idee geriet in Vergessenheit. Nach dem Krieg erinnerte man sich wieder daran und entschied, einen Stein zur Erinnerung an die Gefallenen aufzustellen. 1922 ist die Genehmigung erteilt worden, den Stein aufstellen zu dürfen, so Stadtarchivar Andreas Pilger

Markus Adamski, der mit Hilfe einer Facebook-Gruppe das Hamborner Stadtwappen vorm alten Bahnhof Hamborn reinigte (wir berichteten) , könnte sich vorstellen, auch dieses Stück Heimatgeschichte zu retten. Er hofft, dass sich wieder Freiwillige finden.