Häuserabriss in Duisburg ist kaum vermeidbar

Was wir bereits wissen
Die Bevölkerung schrumpft . Aber das ist kein Duisburger Problem, sondern ein ruhrgebietweites.

Duisburg-Marxloh.. Duisburg verliert seit Jahren kontinuierlich an Einwohnern. Logisch, dass dann auch Marxloh blutet. Jeder fünfte Bewohner hat den Ortsteil laut Rundem Tisch in den vergangenen 20 Jahren verlassen. Die Frage, wer dem Ortsteil den Rücken gekehrt hat, ist in gewisser Weise müßig. Fest steht, dass für die, die gegangen sind, in Marxloh keine Neubürger nachgekommen sind.

Die Folgen sind unübersehbar: Es gibt reichlich leerstehende Wohnungen und auch Geschäfte – von der Weseler Straße im Kerngebiet einmal abgesehen. Immer wieder hört man von alteingesessenen Deutschen: Das multikulturelle Maxloh sei nicht mehr ihre Lebenswelt. Und nennen dies als Grund, weshalb der Ortsteil an Einwohnern verliert. Fakt ist aber ebenso, dass es nicht erst seit gestern auch Migranten gibt, die in Marxloh zwar noch ihr Geld verdienen, aber längst nicht mehr dort leben möchten. Sie zieht es genauso nach Walsum, Röttgersbach oder auf die andere Rheinseite.

Den weiteren Bevölkerungsrückgang werden weder Politik noch Stadt aufhalten können. Das ist ein Trend, der weit über Duisburg hinaus geht, es handelt sich um ein Ruhrgebietsphänomen.

Also muss man sich überlegen, wie es im Duisburger Norden weitergehen soll. Dazu gehört auch, sich schon frühzeitig mit dem Gedanken anzufreunden, verwaiste, beziehungsweise verwaisende Wohngebiete abzureißen. So bitter es für manche auch sein mag.