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Gymnasien bauen weiter ab

08.12.2011 | 16:29 Uhr
Gymnasien bauen weiter ab
Im immer schärferen Wettbewerb um die Schüler müssen die Schulen auffallen, wie hier „Feuerschlucker“ Faruk von der Fridtjof-Nansen-Realschule in Walsum vor dem Duisburger Rathaus. Bild: Stephan Eickershoff

Dass die Hauptschulen im Niedergang begriffen sind, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Im Duisburger Norden ist aber auch der freie Fall der Gymnasien, der seit Jahren zu beobachten ist, noch nicht abgeschlossen. Und auch für viele Realschulen und einige Grundschulen sieht es nicht gut aus. Das geht aus der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans hervor, die jetzt den Bezirksvertretungen vorlag.

Nach den Prognosen der Schulplaner fällt die Schrumpfung der Hauptschule nicht überall gleich stark aus. So wird der Hauptschule Ludgerusstraße in Walsum in den nächsten fünf Jahren ein Rückgang um 46 % vorausgesagt und dies, obwohl ihre Konkurrentin, die Hauptschule Frankenstraße, nächsten Sommer ausläuft.

Dagegen bleiben die beiden Hauptschulen im Bezirk Hamborn, die Comenius-Schule an der Reichenberger Straße (Hamborn) und die Anne-Frank-Schule an der Oberen Holtener Straße (Röttgersbach) beide bestehen, verzeichnen aber dennoch geringere Schülerverluste von 42 % bzw. 37 %.

Fällt aus dem Rahmen: Gesamtschule Beeck

In Meiderich/Beeck wiederum ergibt sich für die verbleibende Heinrich-Böll-Schule an der Gartsträucherstraße (Mittelmeiderich) nur ein Minus von 29 %, da die benachbarte Bronkhorstschule 2012 geschlossen wird.

Auch für viele Realschulen sind die Zeiten beständiger Schülerzahlen vorbei. So wird der Fridtjof-Nansen-Realschule in Walsum ein Rückgang um 17 % vorhergesagt und der Realschule Fahrn ein Minus von 15 %. Bei den beiden Realschulen im Bezirk Hamborn fällt auf, dass die August-Thyssen-Realschule viel stärker abbauen soll (minus 18 %) als die Realschule Hamborn II an der Kalthoffstraße (minus 8 %). Einzige Ausnahme ist da die Gustav-Stresemann-Realschule in Beeck, die nahezu konstant bleiben soll (minus 2 %).

Selbst die Gesamtschulen sind vor Rückgängen nicht gefeit, wenn sie auch maßvoll ausfallen, so bei der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule in Hamborn (minus 3 %), bei der Gesamtschule Meiderich (minus 4 %), auffälliger dagegen schon bei der Theodor-König-Gesamtschule in Beeck (minus 8 %). Der Herbert-Grillo-Gesamtschule in Marxloh, der Gesamtschule Hamborn/Neumühl und der Gesamtschule Walsum werden dagegen stabile Schülerzahlen vorausgesagt.

Ganz anders bei der bisherigen Traumschule der meisten Eltern, dem Gymnasium: Bei allen vier Gymnasien im Norden wird weiterhin mit drastischen Rückgängen der Schülerzahlen gerechnet: am Kopernikus-Gymnasium Walsum (minus 29 %), am Abtei-Gymnasium Hamborn (minus 26 %), am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Marxloh (minus 20 %) und auch am Max-Planck-Gymnasium in Meiderich (minus 17 %).

Bei den Grundschulen ist vor allem im Bezirk Meiderich/Beeck mit deutlichen Rückgängen bei den Schülerzahlen zu rechnen: um 14 % im Vergleich des laufenden Schuljahres mit dem Schuljahr 2016/­17.

Davon besonders betroffen sein werden die Grundschulen Karolinenstraße (Mittelmeiderich, minus 21 %), Lange Kamp (Beeck, minus 19 %), die Hans-Christian-Andersen-Schule (Obermeiderich, minus 18 %) und die Grundschule Schulstraße (Bruckhausen, minus 17 %).

Im Vergleich damit haben die Schulplaner für Walsum nur ein Minus von drei Prozent kalkuliert. Drei Grundschulen fallen dort aus dem Rahmen: Die Ochtropschule an der Karlstraße (Vierlinden), die Grundschule Schulstraße sowie die Grundschule Sternstraße (beide in Aldenrade). Allein dreien wird ein Rückgang um sieben Prozent vorhergesagt.

Auch Hamborns Grundschulen sollen nur sechs Prozent ihrer Schüler verlieren, besonders viele aber die städtische Katholische Grundschule Henriettenstraße (Marxloh, minus 14 %), die Schule Kunterbunt an der Kantstraße (Hamborn, minus 11 %) sowie die Salzmannschule (Neumühl) und die Grundschule Sandstraße (Marxloh), beide je minus 10 %. Im Gegensatz dazu wird der Grundschule Gartenstraße (Neumühl) als einziger im Bezirk ein Plus vorausgesagt: vier Prozent.

Martin Kleinwächter

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