Großer Bahnhof beim Empfang des Heimatvereins Hamborn

Neujahrsempfang des Heimatvereins Hamborn: Die Gäste trafen sich am Freitagabend im Brauhaus Mattlerhof.
Neujahrsempfang des Heimatvereins Hamborn: Die Gäste trafen sich am Freitagabend im Brauhaus Mattlerhof.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Viele Hamborner trafen sich in Duisburg-Röttgersbach, wo Jörg Weißmann mit Neuigkeiten überraschte. Heft über Denkmäler und Skulptur geplant.

Duisburg-Hamborn..  Auf der Tenne des Brauhauses Mattlerhof spielte die Bergmannskapelle Niederrhein zum Neujahrsempfang des Hamborner Heimatvereins auf. Die Musiker waren gut aufgelegt und griffen zum krönenden Abschluss alle zu ihrem gefiederten Schachthut, um im Stehen das Steiger-Lied zu spielen, ohne das kein Konzert enden darf. Jörg Weissmann, der umtriebige Vorsitzende des Heimatvereins, begrüßte auf der festlich geschmückten Tenne viele Vereinsmitglieder und geladene Gäste. Er dankte besonders dem Betreiberpaar des Brauhauses, Selma Bulut und Antonio Link, das dem jungen Verein großzügig seinen ersten Neujahrsempfang spendiert habe.

Altes Wissen erhalten

Der Heimatverein hat eines seiner erklärten Ziele, „altes Wissen in Wort und Bild für die Zukunft zusammenzuhalten“, im vergangenen Jahr mit vielbeachteten historischen Führungen und Ausstellungen vorangebracht. Dabei sind neue Kooperationspartner immer willkommen.

Der Historiker Thorsten Fischer aus dem Vereinsvorstand berichtete über ein laufendes Projekt mit Claudia Euskirchen von der Unteren Denkmalbehörde. Gemeinsam habe man in den zurückliegenden eineinhalb Jahren etwa 25 denkmalwerte Gebäude vom Schwelgern-Stadion über das Hamborner Amtsgericht bis zum Stadtbad aus der großen Bauphase der Jahre um 1920 ausgesucht, sagte Fischer. Entstehen soll daraus eine Broschüre aus der Reihe „Duisburger Denkmalthemen“, die noch in diesem Jahr erscheinen könnte.

Fischer machte seiner Zuhörerschaft mit kleinen Wissenshäppchen Lese-Appetit auf das neue Denkmalheft: „Wussten sie schon, dass das Schwelgern-Stadion vor 90 Jahren pünktlich zur 1000-Jahr- Feier des Rheinlandes eröffnet wurde? Und, dass das Amtsgericht aus Angst vor Bergschäden auf einem extra verstärkten Fundament errichtet wurde?“

Auch in Sachen historisches Filmmaterial schöpft der Heimatverein aus vielen Quellen. Neben der Zusammenarbeit mit Kai Gottlob, dem Geschäftsführer des Filmforums mit der filmhistorischen Sammlung der Stadt Duisburg, gibt es auch den neuen Kontakt zu Astrid Dörnemann vom ThyssenKrupp Konzernarchiv. Sie hat versprochen, dem Verein historisches Filmmaterial vorzuführen.

Gute Neuigkeiten gibt es auch zu dem Akzente-Projekt von Medienbunker und Heimatverein. Inzwischen ist die Finanzierung der Video-Installation (wir berichteten) gesichert. Medienkünstler Halil Özet steckt mitten in den Interviews mit Schülern und Hamborner Bürgern. Der renommierte Stahlkünstler Michael Hammers, der die Edelstahlkonstruktion für die zwölf Monitore bauen wird, war auch zum Empfang angereist und vertiefte sich mit den Künstlerkollegen aus der Medienbranche sofort in die Besprechung der Details fürs Projekt.

„So habe ich es am liebsten, wenn alle an einem Tisch sitzen und ins Gespräch kommen, die sich sonst oft nur vom Telefon kennen“, freute sich der leidenschaftliche Netzwerker Jörg Weissmann über den gelungenen Abend.