Grillen und Campieren am Straßenrand verboten
16.07.2009 | 20:19 Uhr 2009-07-16T20:19:00+0200
Sinti und Roma stehen unter Beobachtung von Polizei und Ordnungsamt.
Genaue Zahlen kennt niemand. Ordnungsamt und Polizei schätzen aber, so Frank Kopatschek, Pressesprecher der Stadt Duisburg, dass sich stadtweit derzeit 200 bis 300 Sinti und Roma aufhalten. Allein in Bruckhausen seien es jetzt wieder um die 100 Personen.
Bereits vor gut einem Jahr sorgten die Südosteuropäer für Ärger und Aufregung im Stadtteil. Sie campierten in ihren Autos am Straßenrand, verrichteten ihre Notdurft in den Grünanlagen, wohnten mit 20, 30 und mehr Personen in winzigen Wohnungen, die man ihnen im Bereich des Bruckhausener Sanierungebiets tage- oder wochenweise vermietet hatte. Monate brauchten Ordnungsamt und Polizei, um wieder für geordnete Zustände zu sorgen. Anzeigen wurden geschrieben, Ordnungswidrigkeiten wie Übernachten im Fahrzeug geahndet. Über Nacht verschwanden die Sinti und Roma dann aus Bruckhausen, wohin, das wusste niemand.
Jetzt sind sie wieder da. Vor gerade mal zwei Wochen sorgten sie in Ruhrort für Unruhe, weil sie im Bereich des Eisenbahnhafens in großen Massen aufgetreten waren und wieder am Wegesrand campierten. Auch in Marxloh wurden viele gesichtet. Am Donnerstagmittag lagerten 15 bis 20 Personen auf dem Bürgersteig rund um den kleinen Kiosk an der Ecke Kaiser-Wilhelm-Straße/Kringelkamp.
„Das Ordnungsamt ist mit der Polizei rund um die Uhr im Einsatz”, berichtet Kopatschek. „Wir arbeiten in zwei Schichten mit je zehn Mann. Unsere Leute greifen mit aller Konsequenz durch.” Das gelte insbesondere, wenn am Straßenrand geschlafen und die Toilette verrichtet, aber auch, wenn dort gegrillt werde.
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