Gras umwuchert Neumühler Bastenstraßen-Bau

Entkernte Altbauten warten an der Bastenstraße auf Fertigstellung. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Entkernte Altbauten warten an der Bastenstraße auf Fertigstellung. Foto: Udo Milbret / Funke Foto Services
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bastenstraßenkaree liegt immer noch brach. Investor Günther Stracke sagt, dass er in drei Monaten mit der Fertigstellung beginnen will.

Neumühl..  Im April 2014 wurde um die vier Mehrfamilienhäuser und das knapp 6000 Quadratmeter große Grundstück ein Bauzaun gezogen, weil der vorherige Zaun nach dem Abbruch der Bauarbeiten entfernt wurde.

Dies waren die bislang letzten Arbeiten, die an der Baustelle für das Bastenstraßenkaree unternommen wurden.

Mittlerweile wuchert hinter dem Bauzaun, dessen Aufstellung damals der Neumühler SPD-Chef Heiko Blumenthal veranlasste, das Gras auf Meterhöhe.

Dort, wo eigentlich die „Klimaschutzsiedlung Neumühl – Bastenstraßenkaree“ geplant war, wuchert seit dem Frühjahr 2014 alles zu, die entkernten Altbauten warten weiter auf ihre Vollendung.

Die vier Mehrfamilienhäuser gehören dem Unternehmer Günther Stracke, dessen Firmen „FoS – Forum of Switzerland“ in Frankfurt am Main ansässig ist.

„Ich werde die Baumaßnahme vollenden und die Wohnungen dann vermieten“, sagt Stracke am Dienstag auf Anfrage der Redaktion, „anders, als es zuerst geplant war, denn eigentlich wollten wir dort Wohneigentum verkaufen.“

Investor mit der Bank vor Gericht

Auch werde er die Häuser nicht, wie ursprünglich geplant, nach neuesten Klimaschutzstandards ausbauen, sondern nach gängigen Fassaden-Standards gestalten.

Natürlich sei die Situation unbefriedigend, für die Anwohner wie für ihn selbst, sagt Stracke: „Mit der für das Projekt zuständigen Bank und ihrem Konsortialpartner prozessiere ich derzeit vor dem Landgericht Münster“, sagt Stracke.

Ihm gehe es dabei um eine hohe KfW-Förderung, die das Finanzinstitut seiner Meinung nach nicht rechtzeitig beantragt habe.

Nun wolle er Immobilien aus seinem Bestand in Gelsenkirchen und Dortmund verkaufen, um die rund 2 Millionen Euro sicher zu stellen, die er für den Abschluss der Baumaßnahme in Neumühl brauche: „Ich hoffe, dass ich in acht Wochen so weit bin, dass es an der Bastenstraße weiter gehen kann.“

In früheren Gesprächen hatte Stracke dieser Zeitung gegenüber angekündigt, dass die Bauarbeiten im Sommer 2014 und im Frühjahr 2015 weiter gehen sollten. Damals sagte er, die Verzögerung sei der Tatsache geschuldet, dass seine Bank – mit der er nun mutmaßlich vor Gericht ist – auf ein Gutachten über den Baufortschritt warte.

Verkaufen will Stracke die Rohbauten auf keinen Fall: „Das kommt für mich nicht in Frage. Ich habe angekündigt, dass wir den Bereich der Bastenstraße mit einer hochwertigen Wohnanlage aufwerten werden. Dieses Ziel verfolge ich weiter.“

Früher gehörten die betreffenden Häuser der Gebag, die sie an ein privates Unternehmen verkaufte. Von dieser Firma erwarb Stracke die betreffenden Bauten an der Bastenstraße.