Fuchsienfreunde taufen zwei Pflanzen in Duisburg-Hamborn

Im Botanischen Garten, Hamborner Straße, fand am Sonntag eine Fuchsientaufe statt. V.l. :Bürgermeister Uwe Heider, Monika Scharrmach, Züchter Walter Cordes.
Im Botanischen Garten, Hamborner Straße, fand am Sonntag eine Fuchsientaufe statt. V.l. :Bürgermeister Uwe Heider, Monika Scharrmach, Züchter Walter Cordes.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Große Ausstellung im Botanischen Garten dauert bis Ende nächster Woche. Auch die Aquarianer bieten Besonderes an. Sonderbecken mit Jungtieren.

Alt-Hamborn..  Zahlreiche Pflanzenliebhaber sind am Sonntag zum Botanischen Garten Hamborn gepilgert. Dort präsentieren die Fuchsienfreunde Rhein-Ruhr bis zum kommenden Sonntag, 12. Juli, eine Vielzahl der beliebten Blumen.

Zum Auftakt am Samstag waren wegen der brütenden Hitze verhältnismäßig wenig Besucher gekommen. Heinz Roggenbauer, der als Grillmeister Dienst tat, sprach von schwachem Absatz. Ganz anders am Sonntagmittag: Da konnte er eine Curry-Wurst nach der anderen über die Theke reichen.

Regen bringt Abkühlung

Die Menschen waren froh, dass es am Sonntagmorgen wenigstens ein paar Tropfen Regen gegeben hatte – dadurch waren die Temperaturen auf ein erträgliches Maß gesunken. Entsprechend groß war der Andrang im Fuchsien-Café. Viele Gäste ließen sich den Kaffee und Kuchen munden. Gerdi Westermann, die mit Kolleginnen für die Bewirtung zuständig war, berichtet: „Wir haben zehn Bleche Kuchen und mindestens zehn Rundkuchen und Torten verkauft“. Ob Käse- oder Apfelkuchen – alles duftete verführerisch.

Eine ganz besondere Aktion war am Sonntag die Fuchsientaufe. Der Sauerländer Walter Cordes hatte zwei eigene Züchtungen mitgebracht, die die Namen Fenia und Grubenlicht erhielten. Monika Scharmach, die das Grubenlicht mit Sekt benetzte, beschrieb die Blüten so: „Außen hell, innen dunkel.“ Das erinnere an Zeche. Walter Cordes ist 55 Jahre alt, befasst sich seit 30 Jahren mit Fuchsien und züchtet seit 2007. Die neuen Züchtungen sind violett-weiß und violett-rot. Mit dem Duisburger Walter Cordes, nach dem das Seniorenstift an der Fahrner Straße benannt ist, sei er nicht verwandt. Er kennt den Mann nur aus dem Internet: „Immer, wenn ich meinen Namen in die Suchmaschine eingebe, kommt der Hinweis auf die Duisburger Einrichtung“, erzählte er unserer Redaktion.

Auf ihre Kosten kommen nicht nur die Fuchsienfreunde, die übrigens keine weiten Wege scheuen, wie man an den Auto-Kennzeichen am Sonntag ablesen konnte. An der Hamborner Straße parkten Fahrzeuge aus dem ganzen Ruhrgebiet, aber auch vom Niederrhein. Sogar aus der Eifel war jemand angereist. „In dieser Woche kommt auch noch Besuch aus Belgien“, berichtet Ernst Zöhrer (71), Sprecher des hiesigen Freundeskreises.

Die Gäste durften sich am Sonntag auch auf eine Ausstellung mit Quilt-Decken in der Orangerie, eine Sonderschau der Gesellschaft für Aquarienkunde und den Bauerngarten freuen. Zudem gab es Kräuterberatungen und Informationen zum Bonsai-Bäumchen. Auch der Heimatverein Hamborn präsentierte sich und warb um Unterstützungsunterschriften. Der Verein möchte gerne die seit Jahrzehnten leerstehende Bürgermeisterwohnung im alten Hamborner Rathaus an der Duisburger Straße 213 als Heimatmuseum einrichten.

Neben dem Gesprächs-Thema Fuchsienpflege und Vermehrung gab es ein weiteres in aller Munde: Das hochsommerliche Wetter.