Freundschaft hat viele Facetten

Das Herz schenkten sich die Mädchen gegenseitig, als Zeichen der Freundschaft und des gegenseitigen Respekts.
Das Herz schenkten sich die Mädchen gegenseitig, als Zeichen der Freundschaft und des gegenseitigen Respekts.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Durch das Projekt „Total Schön“ entstanden Freundschaften zwischen Mädchen von Gesamtschule und Förderschule.

Hamborn. „Total schön“ ist auch die abschließende Vorstellung des gleichnamigen Projekts der Förderschule Rönsberghof und der Gesamtschule Emschertal, die durch den Verein Mabilda zusammengeführt wurden.

Insgesamt 22 Mädchen beider Schulen haben sich daran beteiligt und ergründet, was für sie schön ist.

Während die Mädchen und ihre Gäste in einer großen Gesprächsrunde sitzen und ihre Eindrücke von der gemeinsamen Zeit schildern, laufen im Hintergrund die Fotos, die während des Projekts entstanden. Dort haben die Mädchen über ihre Prioritäten nachgedacht, und auch die heutigen Gäste sollen sich diese Frage stellen.

Auf dem Boden in der Mitte des Kreises werden Karten verteilt, „Familie“, „Freunde zum Reden“, „Geld“ oder „Verliebt sein“. Die Gruppe soll sich zu den Karten stellen, die ihnen besonders wichtig für ihr Leben erscheinen. Sofort ist klar, Familie und Freunde sind die wertvollsten Werte der Mädchen und ihrer Gäste. Niemand steht bei der Karte, auf der „Geld“ geschrieben steht.

Zu den Gästen zählen unter anderem Christoph Hönig, Schulleiter der Gesamtschule Emschertal, Sirka Justus von der Förderschule Rönsberghof, die ehemalige Hamborner CDU-Bezirksvertreterin Christina Becker, Gleichstellungsbeauftragte Lucia Lagoda und Elisabeth Buhrmann vom Jugendamt.

Nachdem sich alle wieder gesetzt haben, wird von den Anfängen des Projekts berichtet. Wie aufgeregt alle waren, und wie erleichtert über die herzliche Umarmung der Schülerinnen des Rönsberghofs. Auch den Lehrerinnen ging es nicht anders. „Wir wussten ja auch nicht was auf uns zu kommt und waren sehr nervös“, erklärt Susanne Hindrichs, Lehrerin am Rönsberghof.

Claudia Schadt-Krämer, Lehrerin an der Gesamtschule, sieht in den Projekt einen vollen Erfolg „Wir konnten beobachten wie sich die Mädchen verändert haben und sich Freundschaften schlossen. Das war sehr schön“, sagt Schadt Krämer, „der Druck, der auf den Mädchen lastet fiel während der Projektstunden von ihnen ab.“

Als die Mädchen von ihren Erlebnissen erzählen wird es noch einmal emotional. Die Schülerin Dzessika berichtet von ihren Eindrücken, bei vielen Mädchen und auch den Besuchern fließen die Tränen. Für so viel Offenheit und Mut schenkt ihr Uwe Heider, Bezirksbürgermeister von Hamborn, symbolisch ein Herz.

Herzen verschenkten auch die Mädchen im Rahmen des Projekts. Der herzliche Umgang schafft Platz für Freundschaften. Der Effekt: Die Schülerinnen der Emscherschule sehen keinen Unterschied mehr zwischen ihnen und den Mädchen vom Rönsberghof.