Fluch der Heimatlosen
06.10.2011 | 17:23 Uhr 2011-10-06T17:23:00+0200
Duisburg-Marxloh. Schätzungen gehen von mehr als 4000 bulgarischen und rumänischen Migranten in Duisburg aus. Die meisten dieser Zuwanderer sind Roma – „Cigani“, nennen sie sich selbst.
Immer mehr Menschen aus den EU-Ländern Bulgarien und Rumänien sind in den letzen Jahren in deutsche Großstädte zugewandert. Schätzungen gehen von mehr als 4000 bulgarischen und rumänischen Migranten in Duisburg aus. Die meisten dieser Zuwanderer sind Roma – „Cigani“, nennen sie sich selbst.
Etwa 120 000 Roma leben in Deutschland, lediglich 50 000 sind als Arbeitsmigranten oder Flüchtlinge in den vergangenen Jahren zugezogen. Ihre Zahl in Europa wird kann nur grob geschätzt werden, dürfte aber zwischen 6 und 8 Millionen liegen.
In Ungarn, der Slowakei, Albanien oder dem Kosovo kommt es seit Jahren zu politisch geduldeten Hetzjagden rechter Banden auf die Roma, die ursprünglich aus Indien stammen. Die irgendwo zwischen rechts und rechtsextrem angesiedelte ungarische Regierungspartei Fidesz des nationalistischen Premiers Viktor Orban, etwa, machte die Roma sogar zum Hauptthema des Parlaments-Wahlkampfs 2010 – mit durchschlagendem Erfolg.
Zuletzt wurde die Lage der Roma auch in ihren europäischen Hauptverbreitungsgebieten Spanien, Bulgarien, Frankreich und Rumänien zunehmend angespannt.
In Ländern, die spezielle Förder- und Integrationsprogramme für Roma aufgelegt haben – etwa Italien und Kroatien – kritisieren seit Jahren linksgerichtete Politiker und Menschenrechtsaktivisten andererseits, dass sich viele Roma-Familien der Mitwirkung an Integrationsangeboten entzeihen würden.
Es überrascht nicht, dass es mit den Lebensbedingungen der Roma in Duisburg auch nicht weit her ist: Bisher ist die Integration der Kinder und Jugendlichen in der Kindertagespflege oder der Schule genauso wenig gewährleistet wie die der Erwachsenen in den Arbeits- und Wohnungsmarkt und in das gesellschaftliche Leben. Zunehmend stellen sich auch ordnungspolitische Fragen. Über den verstärkten Zuzug von Roma vor allem nach Marxloh, Hochfeld und Bruckhausen diskutierten Experten und Bürger im Büro der Linken an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Marxloh: „Integrieren statt Wegsehen“ .
Leyla Özmal, Integrationsbeauftragte der Stadt, stellte ein Handlungskonzept in Aussicht. Der Rat der Stadt werde darüber im November beraten und beschließen.
Konsens war, dass die vernünftige Integration von zusätzlich mehr als 4000 Menschen in Duisburg viel Geld kostet. Anna Conrads, Moderation der Gesprächsrunde und Linke-Landtagsabgeordnete für Duisburg, wies angesichts der leeren Kassen der Stadt darauf hin, dass die EU jährlich 24 Mrd.Euro für Integrationspläne verschiedener Bevölkerungsgruppen bereit stellt, die die Stadt nutzen solle. Die Zuweisung von EU-Mitteln für eine verbesserte Integration an eine Kommune sei allerdings mit einem Eigenanteil der Kommune von 40 bis 60 Prozent verbunden. So die Integrationsbeauftragte Özmal. Es sei bei der derzeitige Haushaltslage nicht einfach, diese Eigenanteile genehmigt zu bekommen, zumal es sich um freiwillige Leistungen handele.
Rechtsanwalt Jürgen Aust, Landesvorstandsmitglied der NRW-Linkspartei: „Das Hauptproblem ist, dass diese Menschen in finanziellen Notsituationen, in menschunwürdigen Wohnverhältnissen leben, dass Politik, Verwaltung und die gesellschaftlichen Machtverhältnisse sie von Sozialleistungen ausschließen.“ Dabei bestehe die Möglichkeit, Transfer- oder Sozialleistungen zu gewähren. Die EU-Bürger aus Bulgarien und Rumänien dürften sich überall in Deutschland rechtmäßig aufhalten, garantiert durch das europäische Freizügigkeitsgesetz. Iris Diestewinkel, Leiterin der Beratungsstelle Rom e.V. in Köln, die nach Deutschland zugereiste Roma berät: „Diese Menschen kommen mit der Hoffnung und dem eisernen Willen nach Deutschland, es für sich und ihre Kinder einmal besser zu haben. Diese Menschen haben einen Unterstützungsbedarf.“ Jetzt werde es kalt und sie bräuchten angemessene Unterkünfte.
Helmut Manz, Bezirksbürgermeister der Dortmunder Nordstadt, die in den letzten Monaten durch die bulgarische Prostituierte, Kriminalität und zugemüllte Wohnungen in die Schlagzeilen geriet, sagte, dass bei 570 000 Dortmundern 5000 Zuwanderer zunächst noch kein wirkliches Überfremdungspotential darstellten: „Doch die Nordstadt ist der mit Abstand kleinste Stadtbezirk Dortmunds, aber mit rund 50 000 Einwohnern auch der bevölkerungsreichste.“
Da tauchten dann bei 5000 Roma natürlich schon eine Menge Probleme auf, gegen die sich die angestammte Bevölkerung wehre. Die Stadt Dortmund nehme diese Probleme aber zu wenig zur Kenntnis, kritisierte Manz.
20:32
Ab in den Ofen kommentiere ich nicht, das ist unterstes Level und für mich Wiederbetätigung! Meine Eltern waren im KZ und Leute die so was schreiben sind ganz einfach AL! Das mit Kindergarten, Schule und Arbeit darüber kann man diskutieren, OK! Bevor die Staaten wie Rumänien, Bulgarien, Slowakei usw. in die EU gekommen sind, war dort, wie wir alle wissen der Kommunismus an der Macht! Zu diesen Zeiten hatten komischerweise alle Roma Arbeit, nicht arbeiten wurde mit Strafe bis zu Arrest geahndet. Das gleiche galt für Kinder die in die Schule gehen mussten. Nicht dass ich den Kommunismus für gut halte, doch viele Roma dort würden sich ihn heute wieder wünschen, komisch was? Nur kann man sie mit ein paar Euro vor der Wahl ganz leicht kaufen, wenn wundert’s? Im Übrigen arbeiten Roma dort wo ich sie kenne, sie machen für die Gemeinde die Straßen sauber, für 30 Euro im Monat. Wer möchte das hier tun? Vielleicht jene die gerne viel schreiben aber nicht viel wissen weil sie nicht dort waren. Natürlich weiß ich auch das dieses ganze Roma – Problem“ schwerwiegend ist und auch nicht von heute auf morgen zu lösen ist, aber will man wirklich zuwarten bis sich radikale Gruppen bilden und sie erschießen oder erschlagen. In Ungarn war es schon soweit falls das jemand noch nicht weiß, sei es hier gesagt! Ich habe einfach Angst vor dieser Zeit die kommt wenn man nicht reagiert und nur schreibt! Dem Schmidthals wünsche ich einen Winter in einer Romasiedlung, dort ginge er nachts Holzstehlen in den Wald um nicht zu erfrieren und seine Ausschwitzgedanken würden ihm bald vergehen! Im Übrigen möchte ich die Redaktion bitten diesen Beitrag von Schmiedthals zu löschen!
21:13
Schätze, da versucht die Politik - insbesondere Herr Janssen -, uns Sand in die Augen zu streuen. Sinti und Roma sind in der Regel staatenlos und damit keine EU-Bürger mit garantierter Reisefreiheit. Staatenlose halten sich hier illegal auf.
Frankreich konnte sie nur rechtswirksam abschieben, weil sie eben keine EU-Bürger sind. Frankreich hat diesen Befreiungsschritt gewagt, kurz Kritik eingesteckt und hatte ein importiertes Problem weniger.
17:57
Wem es gelingt Sinti und Roma zu intrigieren ,das sie ihre Kinder in den Kindergarten und Schule regelmäßig schicken,und die Erwachsenen eine regel mäßige Arbeit aufnehmen, dem gehört das Bundesverdienstkreuz
16:50
...bitte # 14 entfernen!!!!
11:19
es wird kalt??
ab in den ofen!
15:13
Wenn Roma in ihrer Heimat keinen Zugang zu Bildung und Arbeit haben, ist das noch kein Argument dafür, nach Hochfeld zu ziehen und sich dort aufzuführen, wie sie sich jetzt aufführen.
Siehe derWesten: Hochfeld im Brennpunkt, Duisburg-Hochfeld zwischen Strich und Verfall usw.
Es gibt immer zwei Seiten der Medaille
Das rasche Hilfe nötig ist, scheint wohl unstrittig. Und wer Täter und Opfer sind, kann einem auch egal sein, die Fakten haben wir bereits.
Nur hören wir bitte auf, nach dem Motto arm=gut zu diskutieren. Bleiben wir, Medien und Kommentatoren, sachlich. Dann braucht sich auch niemand zu schämen, Europäer zu sein.
13:17
Mein erster gelöschter Beitrag!
Wenn derWesten keine objektiven, nicht unflätige aber lebensnahe Kommentare zulässt, kann man sich eigentlich gleich verabschieden. Ein bisschen enttäuscht bin ich schon von der Ungleichbehandlung mit den wirklichkeitsfremden und verharmlosenden Kommentaren von Bingo60.
Hochfeld hat Probleme en Masse und Bingo60 erzählt, wir müssen Freunde suchen und keine Feinde schaffen. Wie hilft uns das hier und jetzt weiter. Was hat das Aufzeigen der kriminellen Roma in Hochfeld damit zu tun, dass vor 70 Jahren 800.000, wie Bingo60 schreibt, in KZs umgekommen sind?
Hoffentlich habe ich nicht schon wieder etwas Falsches geschrieben. Den Hochfeldern kann man nur rasches Handeln wünschen.
11:02
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23:22
Was z.B. hat das mit gleichen Rechten zu tun? Deshalb sind sie Heimatlos und es werden mehr werden wenn wir es zulassen! (bitte Link in den Browser kopieren)! http://www.schattenblick.de/infopool/medien/altern/glei3870.html
Außerdem weiß ich, dass einige hundert Millionen aus Brüssel in diese Staaten geflossen sind um diese Probleme zu beseitigen, allerdings nie dort, bei den Betroffen „Zigeunern“ angekommen sind! Das ist Geld von uns allen! Mit geldgeben ist es also nicht abgetan, man muss hinfahren und vorzeigen, Projekte aufbauen und die Staaten auffordern das Geld für den Zweck zu verwenden für den sie gedacht waren. Wir schicken ja auch Soldaten ins ferne Ausland, kosten ein Vermögen und bringt nichts, oder? Nichts für ungut bitte, ich denke nur dass in Europa solche Armut wie ich sie gesehen habe nicht nötig ist. Ich möchte damit nur sagen dass wir nicht nur eine Wirtschaftsunion sein sollen sondern auch eine Solidargemeinschaft die auch auf die Ärmsten schaut. Nur so kann Europa bestehen, wenn Menschen menschlicher werden und nicht immer nur Cash im Kopf haben. Wir müssen Freunde suchen und keine Feindbilder schaffen, womöglich noch den Schwächsten der Gesellschaft die Schuld geben das es uns schlechter geht. Das hatten wir schon einmal, damals sind mindestens 800.000 Roma im KZ umgekommen. Ich werde mich mit der Redaktion demnächst in Verbindung setzen und vieles was ich so an Wissen und Fotomaterial gesammelt habe weitergeben! Vor allem aber werde ich Links in diese Diskussion stellen die zum Thema passen und zum Nachdenken anregen sollten.
16:45
Wieso Heimatlose?
Es sind doch EU-Bürger mit den gleichen Rechten und Pflichten wie wir alle. So werden hier in Deutschland die Probleme der anderen EU-Staaten, die keinen Weg zur Bildung und Arbeit haben (siehe Bingo60), gelöst? In der Konsequenz haben wir dann alle unterdrückten Randgruppen aus der EU in Deutschland. Wenn dies gewünscht ist, soll man es auch aussprechen und den Steuerzahlern nicht verheimlichen. Vielleicht ging es uns in den letzten Jahren auch zu gut (auf Pump) und man sieht erst jetzt, wohin uns unsere Politik geführt hat.