Flinke Schädlingsbekämpfer in Duisburger Gärten unterwegs

Kröten wandern zur Laichzeit auch über Straßen.
Kröten wandern zur Laichzeit auch über Straßen.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
In diesem Teil der Serie „Wildtiere in der Stadt“ geht es um Kröten. Sie sind oft anzutreffen und sorgen dafür, dass es nicht zu viele Insekten gibt.

Hamborn/Walsum/Meiderich..  Kröten kann man – natürlich erst wieder im Frühjahr, wenn es wärmer wird – fast überall im Stadtgebiet antreffen. Sie lieben Feuchtgebiete, sonnen sich gerne an Gewässern. „Am ehesten“, sagt Duisburgers Stadtbiologe Randolph Kricke, „trifft man Erd- und Kreuzkröten an.“ Die Erdkröte ist manchmal gar nicht so einfach zu erkennen – sie ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt und somit auf dunkler Erde kaum auszumachen. Tarnung ist halt das halbe Leben... Im Garten, aber auch im Wald trifft man diese hüpfenden Gesellen indes recht häufig an. Dort finden sie gute Versteckmöglichkeiten (etwa unter Steinen und Totholz) und reichlich Futter. Als Insektenvertilger schnappen sie sich Würmer, Schnecken, Asseln, Spinnen und was ihnen sonst noch auf den nächtlichen Streifzügen über den Weg läuft. Sie sind so effektiv bei der Insektenvertilgung, dass sie in der Landwirtschaft als Schädlingsbekämpfer geschätzt werden.

So interessant die Tiere auch sind – man sollte sie nicht mit der bloßen Hand anfassen. Denn: Sie produzieren Hautgifte, die sie für Feinde unattraktiv machen. Dazu zählen Katzen, aber auch größere Vögel wie Raben. Bei Menschen, die allergisch reagieren, können die Sekrete zu Reaktionen führen. Für die Fortpflanzung benötigen die Tiere Teiche.

Die Kreuzkröte liebt freiere Flächen wie die Rheinaue oder offene Bereiche im Landschaftspark. In Meiderich finden sie die Flach- und Kleingewässer, die für ihre Fortpflanzung nötig sind. „Kreuzkröten“, so Kricke, „sind eine sehr anspruchsvolle Art“. Man kann sie nicht nur an Gewässern finden, sondern auch an Eisenbahntrassen. Denn: „Sie sind gute Wanderer“.

Alle Kröten stehen unter Naturschutz.