Einkaufen gut, Sicherheit mies
25.11.2009 | 14:52 Uhr 2009-11-25T14:52:00+0100
Duisburg-Marxloh. Türkische Geschäftsleute und die Entwicklungsgesellschaft Duisburg präsentieren Untersuchungsergebnisse aus Marxloh. Die Unternehmer fordern dabei u.a. mehr Parkplätze und weniger Knöllchenschreiber.
Klare Aussagen: Den Betreibern der Brautmoden-Läden sowie den Herren- und Damen-Ausstattern im Herzen Marxlohs ist es generell zu dreckig entlang der Weseler Straße, abends nach 19 Uhr ist es ihnen zu unsicher und es stören sie die vielen Menschen, die auf der Straße herumlungern. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die der Verein türkischer Geschäftsleute in Duisburg und Umgebung (Tiad) zusammen mit der Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) durchgeführt hat.
Gefragt wurden die Betreiber der 52 Geschäfte entlang der Marxloher Einkaufsmeile, weil man herausfinden wollte, was in diesem Ortsteil verbessert werden muss und was die Stärken sind.
Als Stärke wurde die deutliche Ausrichtung auf Brautmoden und verwandte Geschäfte genannt. Ein Ergebnis, das Tiad-Vorstand Mehmet Yildirim, den Projektleiter Aykut Yildirim und Anke Gorres von der EG DU überraschte: 70 Prozent der Kunden in den einschlägigen Geschäften stammen nicht aus Duisburg, sondern kommen aus dem Umland und sogar dem benachbarten Ausland. Das Gros der Kunden machen die Türken aus (64 %), 17 Prozent sind Deutsche, der Rest vor allem Araber und Südosteuropäer.
Für die im Tiad organisierten Unternehmer sei wichtig, so Mehmet Yildirim und Aykut Yildirim, dass der Ortsteil weiter entwickelt, dass die Stärken ausgebaut werden. Insbesondere setzt man auf mehr Gastronomie – weg von den Dönerbuden, hin zu Restaurants. Man wünscht sich das umstrittene Factory-Outlet-Center als Kundenmagneten, würde sich freuen, wenn über kurz oder lang die Moschee- und Kulturvereine aus den Einkaufsbereichen abwandern würden. Letztere brauche man nicht beim Einkaufsbummel. Und man fordert mehr Parkplätze und weniger Knöllchenschreiber.
Bezirksbürgermeister Uwe Heider, der bei der Vorstellung des Berichts anwesend war, stellte klar: Es sei Sache der Geschäftsleute, selbst für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. „Man kann nicht nur fordern, man muss aktiv werden.”
Marxloh setzt auf Auswärtige
Im Herzen Marxlohs, also an der Weseler Straße und in der Kaiser-Friedrich- sowie Kaiser-Wilhelm-Straße haben sich 27 Hochzeits- und Abendmode- sowie Schmuck-Geschäfte angesiedelt. Hinzu kommen 23 Damen- und Herrenausstatter. Friseure, Kosmetiker, Fotostudios sowie Schuh- und Lederwarenläden sind sieben Mal vertreten. Gastronomiebetriebe dagegen gibt es 40, allerdings vielfach auf Imbiss-Niveau. Letzteres will der Tiad, den es seit 13 Jahren gibt, ändern: Gute Gastronomie locke auch Auswärtige an.
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