Ein neuer Pfarrer für Duisburg-Meiderich

Pfarrer Christian Becker wurde gefeiert und erhielt Geschenke  bei seinem Einstand.
Pfarrer Christian Becker wurde gefeiert und erhielt Geschenke bei seinem Einstand.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Christian Becker nahm jetzt sein Amt in der Gemeinde St. Michael auf. Die Kirche war bei seiner Einführung voll besetzt. Vorherige Station Beckers: Hongkong

Meiderich..  Die Meidericher Gemeinde St. Michael hat einen neuen Pfarrer.

Am Sonntag wurde der 46-jährige Christian Becker während der Heiligen Messe feierlich eingeführt.

Die Meidericher bereiteten ihm einen eindrucksvollen und herzlichen Empfang: Die Kirchbänke waren voll besetzt, so dass viele Gläubige den ersten Worten Beckers an seine neue Gemeinde stehend lauschten.

Duisburg war Wunschziel

Becker, gebürtiger Essener, ist zum ersten Mal beruflich in Duisburg. Und auch sonst kennt er die Stadt kaum. „Ich kenne den Duisburger Zoo“, sagt er und lacht. Trotzdem oder gerade deshalb war Duisburg Meiderich sein Wunschziel. Er sei im Ruhrgebiet verwurzelt und freue sich auf die neue Aufgabe. „Der Empfang war riesig. Ich bin überwältigt“, sagt er nach der festlichen Messe, die von mehrere Chören musikalisch begleitet wurde und der viele seiner Kollegen beiwohnten.

Die vergangenen fünf Jahre arbeitete Becker in Hongkong. Dort war er der Pfarrer für rund 5000 deutschsprachige Katholiken. Die Messen hielt er dort in der Kapelle einer Schule ab. „In Hongkong steigt die Zahl der Christen an. Dort werden die Menschen nicht direkt nach der Geburt getauft, sondern entscheiden sich später für die Religion“, so Becker.

Im Gegensatz zu der Metropole im fernen Osten, kann einem Duisburg wie ein Dorf vorkommen. „In der Tat ist hier alles etwas beschaulicher“, sagt Becker. „Das Leben ist hier auch etwas entschleunigter. Genau das habe ich gesucht: Es ist sehr schön, mal einen Gang herunter zu schalten.“

Auch wenn er von Hongkong als schnelllebiger und teils stressiger Metropole spricht, bereut hat er seine Entscheidung, dort hinzu gehen nie. „Es war spannend und ich möchte keine Sekunde missen. In einer ganz andeeren kulturellem Umfeld zu leben war schön.“

Becker tritt die Nachfolge von Andreas Rose an. Dieser wurde nach neun Jahren im Februar verabschiedet. Rose leitete die Fusion der Gemeinde ein und zeichnet sich für die neuen Kirchenglocken und herrlichen Kirchenfenster verantwortlich. Außerdem arbeitete er an der Planung und Vollendung des neuen Gemeindezentrums – wir berichteten.

Christian Becker möchte die Arbeit von Pfarrer Rose fortführen, will sich in den kommenden Tagen und Wochen jedoch erst ein genaueres Bild von der Gemeinde machen. „Ich freue mich, hier meinen Teil zum Gemeindeleben beizutragen“, sagt er.

Vor allem sei es wichtig, die Mitglieder kennen zulernen. „Ich habe noch keine konkreten Pläne für Projekte oder Veranstaltungen“, sagt er. „Ich will hören, was denn der Gemeinde wichtig wäre und wo ich ansetzen kann.“