Ein Kanal-Element wiegt 25 Tonnen

Rund um die Herzogstraße werden ab 26. Januar umfangreiche Umleitungen ausgeschildert.
Rund um die Herzogstraße werden ab 26. Januar umfangreiche Umleitungen ausgeschildert.
Foto: WAZ
In den Overbrucher Seitenstraßen sind die Vorarbeiten fast abgeschlossen. Ab 26. Januar wird die Herzogstraße teilgesperrt. Großbaustelle bis April 2017

Walsum..  „Für die Kollegen ist das natürlich eine Herausforderung“, sagt Bauleiter Goran Dreković von den Wirtschaftsbetrieben der Stadt Duisburg, „die verlegen solche Kaliber auch nicht jede Woche.“

Die Rede ist von Kanalelementen des Innen-Durchmessers 2600 Millimeter – sprich: 2,60 Meter – die ab Montag, 26. Januar, auf einer Läünge von insgesamt 800 Metern auf der Walsumer Herzogstraße verlegt werden. Der Außen-Durchmesser der fünf Meter langen und 25 Tonnen schweren Kanalelemente beträgt mehr als drei Meter.

Seit mehr als einem Jahr ist die Maßnahme öffentliches Gesprächsthema, der Baubeginn wurde mehrfach verschoben. Am 26. Januar geht es definitiv los.

Ab diesem Tag wird auch die Herzogstraße abschnittsweise voll gesperrt werden: „Anwohner und Anlieger können von beiden Seiten aus die Herzogstraße befahren“, sagt Dreković. „allerdings eben nur bis zur Baustelle, dann geht es nicht weiter.“

Dies bedeutet Umwege für die zahlreichen Verkehrsteilnehmer, die ansonsten die Herzogstraße als Durchfahrt in Richtung Autobahn oder Richtung Dinslaken nutzen. Umleitungen über die Römerstraße, Bahnhofstraße, Oswaldstraße und Friedrich-Ebert-Straße werden mit Baubeginn eingerichtet.

Auch Bushaltestellen im Bereich der Herzogstraße werden über die gesamte Bauzeit verlegt, der Busverkehr wird über den Franz-Lenze-Platz umgeleitet. Für die Fertigstellung der Großbaustelle haben die Wirtschaftsbetriebe den April 2017 ins Auge gefasst. Dies soll auch die Straßenbauarbeiten beinhalten, die nach Abschluss der Kanal-Verlegung fällig werden.

Bis dahin werden Dreković und seine Kollegen Schwerstarbeit verrichten müssen, bei der dennoch jeder Millimeter zählt. Die Baugrube auf der Herzogstraße wird fünf Meter breit und fünf Meter tief sein: „Jedes Kanalelement wird separat von einem Lkw angeliefert“, sagt Dreković, „das geht nicht anders, weil wir ansonsten Sondergenehmigungen für Schwertransporte gebraucht hätten.“ Vor Ort werden die 25 Tonnen schweren Betonröhren dann von einem speziellen Kran in die Grube gehoben, wo sie ausgerichtet und mit Hilfe mächtiger Hydraulikpressen zusammengeschoben werden.

Das Wetter, sagt der Bauleiter, spiele kaum eine Rolle: „Kälte ist kein Problem. Nur größere Mengen Schnee könnten uns Schwierigkeiten machen, aber die sind sehr unwahrscheinlich.“

Rund 2400 Kubikmeter Abwasser wird der neue Kanal aufnehmen können. Dass der jetzige Hauptkanal marode ist, hängt wohl auch mit Bergsenkungen zusammen.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE