Ein Engländer zum Kranklachen

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Röttgersbach..  Mit seinem Soloprogramm „Auf Welttournee“ hat der Komiker Don Clarke in der Cafeteria des evangelischen Krankenhauses in Farn die Zuschauer begeistert. Der Comedy Abend aus der Reihe „Klinikum Niederrhein Kultur“ lockte über 100 Besucher an den ungewöhnlichen Spielort.

„Oh, hier gibt es Publikum auf beiden Seiten und vorne gibt es nix“, sagte Don Clarke nach dem ersten Blick von der Bühne. Die stand im halbrunden, verglasten Außenring des 2012 fertiggestellten Klinikrestaurants. Kein Problem für den gebürtigen Briten. Der 59-Jährige ist ein Routinier, der seine Welttournee vor allem auf der Aida absolviert. Er verteilte seine Aufmerksamkeit gerecht auf beide Seiten. Und ließ sein Publikum wissen, dass er aus einer Familie von Unterhaltungskünstlern stamme: „Mein Vater war Stripper im Radio und mein Großvater Zauberer auf der Titanic, aber der ist schon lange nicht mehr aufgetaucht.“ Er selber, eigentlich ein „natural born Comedian“ hatte es zunächst als Handlanger auf dem Bau versucht, als er vor 34 Jahren nach Deutschland kam. „Da riefen die immer „Mischung“ und ich hab denen dann Rum-Cola gebracht, den Job war ich schnell wieder los“, erzählte er. Es sollte nicht das letzte Missverständnis sein, das dem charmanten Plauderer das Leben in Deutschland erschwerte. „Lesebrille habe ich ja sofort verstanden, aber Klobrille? Was wollen sie denn da gucken?“ fragte er sein Publikum.

Auch seine Urlaubstipps werden öfter verworfen. Als er ein befreundetes Ehepaar vor einem Englandurlaub mit dem Auto an die Besonderheit des englischen Verkehrs erinnerte, sagten die die Reise ab. Begründung: „Wir haben das Fahren auf der verkehrten Straßenseite in Hannover geübt – das ist wirklich nichts für unsere Nerven!“

Don Clarkes Auftritt war der schon der siebte Comedy Abend der Klinikum Niederrhein Kultur. Der Engländer mit Wohnsitz in Hamburg ist im Ruhrgebiet weniger bekannt, als im Norden der Republik.