Das aktuelle Wetter Duisburg 11°C
Unter dem Bogen

Eichen bleiben stehen

12.11.2012 | 15:45 Uhr
Eichen bleiben stehen
Anwohner der Straße „Unter dem Bogen“ trafen sich am Donnerstag, den 13.9.2012, mit Politikern und Verwaltungsmitarbeitern, um über die Bäume zu diskutieren, bzw., um sich über den Zustand der Bäume informieren zu lassen.Foto: MILBRET, Udo

Duisburg-Vierlinden.   Politik in Walsum folgt der Baumschutzsatzung. Demnach dürfen so alte Bäume nicht ohne triftigen Grund gefällt werden. Die von Bürgern vorgetragenen Fällgründe reichten nicht aus.

16 Roteichen an der Vierlindener Sackgasse „Unter dem Bogen“ beschäftigen seit Wochen Politiker, Verwaltungsmitarbeiter und natürlich die Anlieger. Wie berichtet, krachen immer wieder morsche Äste auf die Straße und in die direkt angrenzenden Privatgärten, hinzu kommt der Eichelfall. Einige Bürger baten die Stadt deshalb vor geraumer Zeit, sich die etwa 50 Jahre alten Bäume einmal genauer anzusehen und sie gegebenenfalls zu stutzen. Das taten die von der Stadt beauftragten Wirtschaftsbetriebe. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Bäume in passablem Zustand seien und – wie alle Straßenbäume – nur zweimal im Jahr kontrolliert werden müssten. Stutzen sei nicht nötig.

Das passte einigen Anliegern gar nicht. Die herabstürzenden Äste seien gefährlich, insbesondere für spielende Kinder. Deshalb fuhren sie das schwerste aller Geschütze auf: Sie forderten die Fällung der Bäume.

Die Bezirksvertretung befasste sich mehrfach mit der Sache, schaute sich auch vor Ort um. Jetzt mussten die Politiker entscheiden, was mit den Bäumen geschehen soll. Einstimmig stellten sie klar, dass die unter die Baumschutzsatzung fallenden Riesen stehen bleiben sollen.

Die Anlieger werden schriftlich detailliert über den Zustand der Bäume und über die Ablehnungsgründe informiert. Bezirksbürgermeister Heinz Plückelmann besteht aber darauf, dass auch außerplanmäßige Kontrollen durchgeführt werden, wenn sich Bürger melden.

Gregor Herberhold



Kommentare
13.11.2012
01:00
Eichen bleiben stehen...
von JoachimMutz | #1

...wenn "DAS AMT" es will...!

Der betroffene Bürger KANN sich zwar melden - hat eigentlich aber "Nix zu kamellen!"

Der Private bzw. der normale Bürger muss regelrecht "kämpfen" - um die Erlaubnis zur Kappung eines einzigen Astes zu erhalten!
Die Behörde -UNSERE STADT- beweist sich HIER wieder einmal als "der strenge Hüter des Gesetzes", denn schließlich hat man ja die Baumriesen ab einem Stammumfang/Stammdurchmesser ...xy... unter Baumschutz gestellt!
"Wo käme man denn hin - wenn man "einfach so" störende, lästige, gefährliche Bäume platt machen, fällen würde...?" DAS geht nunmal schon gar nicht? DENKSTE!

Überall fällt die "Behörde" sie störende Bäume - fackelt nicht lange... - aber dem Bürger Mal Recht geben..? GEHT GAR NICHT!

Die ablehnende, die Fällung verhindernde Begründung dieser Entscheidung würde ich mal sehr, sehr gerne lesen!
Was ist wohl ausschlaggebend? Vitalität, Optik...- Gefahr, Belästigung oder NUR RECHT?

"Im Licht"-Wambachsee - ... Riesen fällen? Villa bauen???

Aus dem Ressort
Internet-Café wegen unerlaubtem Glücksspiel durchsucht
Polizeieinsatz
Polizei und Ordnungsamt haben am Donnerstagabend ein Internet-Café in Duisburg-Bruckhausen durchsucht. Wegen unerlaubtem Glücksspiels wird nun gegen den Betreiber des Ladens ermittelt. Er hat gegen ordnungsrechtliche Vorschriften verstoßen und hatte mehr Automaten in Betrieb, als zulässig.
Bürger klagen über Sexdienst in Wohnhaus in Duisburg-Marxloh
Protest
„Unerträglich“ finden Anwohner der Marxloher Dahlstraße, dass in einem Wohnhaus Sexdienste angeboten werden sollen. Ordnungsamt und Bauaufsicht waren vor Ort, konnten keinen eindeutigen Beweis finden, ermitteln aber weiter. Einige Bürger haben inzwischen Protesttransparente am Haus aufgehängt.
Hubbrücke in Duisburg-Walsum nur für Radler und Fußgänger
Hubbrücke
Die Bezirkspolitik in Duisburg-Walsum hat einstimmig für eine reine Radler- und Fußgängerbrücke über die Zufahrt zum Nordhafen gestimmt. Die Steag übernimmt die Kosten, die mit 3,5 Millionen Euro beziffert werden. Frühstens Ende 2017 dürfte das neue Bauwerk stehen.
Weniger Kakerlaken in Duisburg-Meiderich entdeckt
Ungeziefer
Nach dem Brand in einem Meidericher Haus hatten sich in der Ruine Kakerlaken breit gemacht. Sie belagerten auch Nachbarhäuser, weshalb die Ordnungs- und Gesundheitsbehörde tätig wurde. Die Behörden waren jetzt nochmal vor Ort und stellten fest: weniger Kakerlaken.
Der „Ruhrkunstort“ in Duisburg-Ruhrort öffnet seine Türen
Kunst
Lesungen, Live-Bildhauerei und viele Einblicke in die Welt der Künste am Tag der offenen Ateliers bietet der belibet Künstler Treffpunkt in Ruhrort. Die Hausherren werden vor Ort sein und Einblicke in ihr Schaffen gewähren.
Fotos und Videos
Ende der Bauarbeiten auf der A59
Bildgalerie
Autobahn 59
Rundgang durch Vierlinden
Bildgalerie
Stadtteile
Notfallübung im U-Bahn-Tunnel
Bildgalerie
Feuerwehr
HistoriCar 2014 in Duisburg
Bildgalerie
Oldtimer