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Duisburger Familie fühlt sich von Roma gemobbt

04.10.2012 | 08:00 Uhr
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Duisburger Familie fühlt sich von Roma gemobbt
Karl-Heinz Seif fand diesen defekten Fernseher im Gemeinschaftsgarten seines Hauses. Er glaubt, dass Roma das Grundstück zumüllen.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg-Marxloh.   Der Duisburger Karl-Heinz Seif schäumt vor Wut. Seitdem eine rumänische Roma-Familie im Nachbarhaus eingezogen ist, fühlt sich Familie Seif gemobbt. Müll, Ruhestörung und Diebstahl seien Alltag geworden. Karl-Heinz Seif fühlt sich vor allem von der Polizei im Stich gelassen.

Einen schöneren Parkblick als Karl-Heinz Seif und seine Familie kann man sich in Marxloh schwerlich anmieten. Aus dem zweiten Stock eines Klinkerbaus, direkt an der Grenze von Marxloh zu Fahrn gelegen, schaut das Ehepaar Seif auf den Schwelgernpark, die goldgelb gefärbten Blätter der Linden und Eichen und den Teich, der an diesem sonnigen Herbsttag hinter hohem, satten Schilf hindurchschimmert.

Das Haus hat einen großen (eigentlich) gepflegten Gemeinschaftsgarten zum Park hin – zehn Treppenstufen trennen die Mieter von der bestens gepflegten Grünanlage. Seif, 38 Jahre alt, Vater zweier Kinder und von Beruf Wachmann, hat für die Idylle derzeit aber so gar keinen Blick.

„Seit etwa einem halben Jahr haben wir neue Nachbarn“, sagt Seif erregt, „und seitdem diese rumänischen Roma hier wohnen, geht hier alles den Bach runter.“ Den modernen, großen Spielplatz im Schwelgernpark, den Seifs mit ihren Kindern fußläufig in fünf Minuten erreichen können, hätten die Roma seit ihrer Ankunft regelrecht okkupiert.

„Mir selbst ist es dort passiert, dass ein Roma-Kind vor meinen Augen eine volle Spielzeugtüte meiner Kinder stehlen wollte“, sagt der energische Mann, „als ich dann ganz deutlich sagte , was ich davon halte: Null Schuldbewusstsein. Da könnte ich ausrasten!“

Massive Ruhestörung durch die Roma

Außerdem, sagt Seif, hätten zum selben Zeitpunkt massive Ruhestörungen eingesetzt: „Bis tief in die Nacht stehen die Männer auf der Straße, lassen die Motoren ihrer Autos aufheulen.“ Und aus dem Wohngebäude, in dem die Roma dort lebten, sei ständig Geschrei, Streit und unzumutbar laute Musik zu hören: „Und die Polizei weigert sich, wie sonst bei Ruhestörung üblich, hier raus zu kommen.“ Selbst dem Vermieter der Roma – Inder oder Pakistani – sagt der wütende Wachmann – sei es leid: „Der hat schon oft hier auf der Straße gestanden und geschrien, die sollten sich aus seinem Haus wegscheren. Die sind aber immer noch da.“

Außerdem, sagt Seif, würden die Roma regelmäßig ihren Müll in den Gemeinschaftsgarten seines Hauses werfen . Ob das nicht auch andere Bürger gewesen sein könnten? „Nee, das waren die!“

Seif ist sich außerdem sicher, dass die Roma „unter dem Schutz des Innenministeriums“ stünden: „Weil das Land ja Geld für die bekommt.“ Deswegen würde die Polizei, wie er sagt, „auch nichts machen.“

Über diesen Vorwurf kann man bei der Polizei freilich nur den Kopf schütteln. Die Polizei – gerade in Marxloh – setze sich so intensiv wie irgend möglich mit der Thematik auseinander, mit allerhöchster Priorität und bis an die Grenzen der Beamten-Belastbarkeit.

Karl-Heinz Seif schäumt trotzdem vor Wut. Und fühlt sich im Stich gelassen .

Interview mit Roma-Mutter folgt

Sakiba (Name geändert), Roma-Mutter aus Rumänien, die nach einer Europa-Odyssee in Duisburg auf Rechtssicherheit hoffte, kommt in einer der nächsten Ausgaben der WAZ zu Wort: „Ich bin keine Kriminelle!“

Esref Avdosoji ist Roma-Aktivist. Er begleitete Sakiba in die Redaktion und er will nichts schön reden. Aber er berichtet auch von Armut, Verfolgung Demütigung, Sippenhaft und Krankheit als Roma-Alltag.

Christian Balke

Kommentare
04.10.2012
16:55
Duisburger Familie fühlt sich von Roma gemobbt
von Reiner52 | #32

Mehrfach wurde hier die fehlende Einsatzbereitschaft der Polizei angesprochen.
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Aufgrund eines eigenen Erlebnisses kann ich dazu schildern, dass dies auch nichts bringt.
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Es wird ein Gespräch geführt, 2 Ordnungshütern stehen gleich 4,5, und noch mehr Menschen gegenüber, die allesamt durcheinanderreden. Es wird Bereitschaft geheuchelt und kaum sind die Ordnugnshüter weg, geht das lustige Treiben weiter.
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In meinem Fall 3 Tage irgendeine Feier bis in die frühen Morgenstunden während man selbst, zur Schallseite schlafend morgens um 5 aufstehen muss.
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Verfehlte Politik auf Europa-, Bundes-, und Landesebene.
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So ist es halt in unserer gewollten bunten Republik in der sich immer nur die Anderen an Gesetze, Verordnungen und Regeln zu halten haben.

04.10.2012
16:54
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04.10.2012
16:53
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04.10.2012
16:52
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04.10.2012
16:49
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04.10.2012
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04.10.2012
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04.10.2012
16:34
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04.10.2012
16:28
Duisburger Familie fühlt sich von Roma gemobbt
von bloss-keine-Katsche | #24

Getz halte ich unsere Neubürger für Engel,
aber hat man mal nachgefragt, o die Polizei Meldungen erhalten hat?
Vielleicht sind es sogar Helden der rechten Szene, die für ihr Vaterland mal eben einiges inzenieren?
Also ein bisschen mehr recherchieren.

1 Antwort
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04.10.2012
16:26
Duisburger Familie fühlt sich von Roma gemobbt
von aufkoks | #23

Ich habe ja ne Meinung zu diesen thema und kann auch aus eigener erfahrung berichten,aber dann wird der Kommentar gelöscht.
Aber das ist alles nur kleines Geplänkel das beste kommt noch und Polizei will mit Sicherheit nicht kommen denn das bedeutet einen enormen Aufwand fùr diese Herrn und die roma können aufeinmal kein deutsch mehr usw usw usw

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