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Rhein-Klinik

Die Top-Adresse am Rhein

02.09.2010 | 16:03 Uhr
Die Top-Adresse am Rhein
Sportlehrer Sebastian Vennemann (l.) und Dr. Claus Petsch (r.), Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für orthopädische Rehabilitation, in der Reha-Abteilung der Rhein-Klinik in Beeckerwerth. Die Klinik wurde jetzt mit einem Qualitätssiegel für ihre Arbeit ausgezeichnet. Im Vordergrund macht der 57-jährige Patient Heinz Feuerherm seine Reha-Übungen. Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool

Die Rhein-Klinik in Beeckerwerth hat das begehrte KTQ-Zertifikat erhalten. Als bislang einzige Reha-Einrichtung im Rheinland.

Leitung und Mitarbeiter der Rhein-Klinik in Beeckerwerth sind sichtbar stolz: Die Reha-Einrichtung mit Blick auf den längsten Fluss Deutschlands hat das begehrte KTQ-Zertifikat erhalten. Und zwar mit „überdurchschnittlich guten Bewertungen“, wie Tobias Bruckhaus, Verwaltungsdirektor, und Dr. Claus Petsch, Ärztlicher Direktor der Klinik, mit zufriedenem Lächeln sagen.

Info
80 Prozent Auslastung

Die Rhein-Klinik an der Ahrstraße 100 wurde als normales Krankenhaus unter dem Namen St.-Josef-Hospital 1975 eröffnet. Wegen geänderter Strukturen im Gesundheitswesen wandelte man sie zu einer reinen Rehaklinik um. 1995 begann der Prozess, der 2007 abgeschlossen wurde. Heute ist das Haus mit 140 Betten für die stationäre und 80 Plätzen für die ambulante Behandlung durchschnittlich zu 80 Prozent ausgelastet.

Betreut werden Menschen, die eine orthopädische Rehabilitation (also z.B. nach Gelenkoperationen) eine geriatrische (Vermeidung von Pflegebedürftigkeit) oder eine kardiologische (z.B. nach Herzinfarkt) benötigen.

Durchschnittlich werden sie drei Wochen behandelt. Ihnen stehen zwölf Ärzte, 40 Pflegemitarbeiter und 30 Therapeuten zur Verfügung.

KTQ steht für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ und macht die Leistungen in der Einrichtung durchschaubar. Und zwar für die Patienten, die Mitarbeiter, aber auch die Kranken- und Rentenkassen. Ohne dieses Zertifikat bekäme das Haus nach 2012 keine Patienten mehr zugewiesen, also musste die Leitung handeln. Zwei Jahre lang bereitete man sich auf den großen Tag vor. Man untersuchte alle Abteilungen, alle Arbeitsplätze, alle Abläufe mit und rund um den Patienten, auch Brandschutzvorrichtungen, Technische Anlagen und Geräte - kurzum: das ganze Haus mit seiner Verwaltung.

Es wurde unter die Lupe genommen und nach festen Kriterien bewertet. „Wir haben zwar noch nicht die offizielle Urkunde“, sagt Bruckhaus, aber die Prüfer hätten durchblicken lassen, dass „wir besser als der Durchschnitt abgeschnitten haben“. Die Plakette, die als Gütesiegel im Haus angebracht werden und auch auf dem Briefkopf ihren Platz finden soll, wird in den kommenden Tagen geliefert.

Die Reha-Klinik hat damit als bislang einzige im ganzen Rheinland diese Hürde genommen. Aber sie kann sich nicht auf dem Erfolg ausruhen: Bereits in drei Jahren muss sie sich wieder dem Prüfverfahren stellen, um das Zertifikat verlängert zu bekommen.

Alle Ergebnisse wurden schriftlich festgehalten und sind als Handbuch im Intranet des Katholischen Klinikums Duisburg (KKD), wozu die Rhein-Klinik gehört, nachzulesen. Es ist ein mehrere Hundert Seiten umfassendes Werk, das für genormte Arbeitsabläufe und damit für mehr Sicherheit und bessere Leistungen sorgen soll. Beide, Mitarbeiter und Patienten, sollen davon profitieren. „Es ist ein Lexikon, das beschreibt, wie das Leben hier geregelt wird, mit möglichst wenig Komplikationen, unbürokratisch und vor allem sicher“, sagt Dr. Petsch.

Die Mitarbeiter wurden und werden entsprechend geschult und mussten/müssen sich einem Test der KTQ, in der die Bundesärztekammer, die Spitzenverbände der Gesetzlichen Krankenversicherung u.a. vertreten sind, unterziehen.

„Wir sind keine Konkurrenz für andere Krankenhäuser“, so Petsch. Im Gegenteil: Man übernehme als einzige Reha-Klinik weit und breit für alle Häuser die Nachbehandlung.

Gregor Herberhold

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