Der Leser bleibt auch 2015 Themenmacher

Bürger-Frust wegen der ausufernden Raserszene – hier das Archivbild einer Polizeikontrolle in Duisburg – gehörte im vergangenen Jahr zu den Dauerbrennern am Lesertelefon. Foto: Stephan Eickershoff
Bürger-Frust wegen der ausufernden Raserszene – hier das Archivbild einer Polizeikontrolle in Duisburg – gehörte im vergangenen Jahr zu den Dauerbrennern am Lesertelefon. Foto: Stephan Eickershoff
Foto: Stephan Eickershoff/WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Rückblick auf ihre Anrufe in 2014: Klagen über Müllbelästigung, die Raserszene, Mietersorgen und Behörden-Pfusch. Wir sind weiter für Sie da

Duisburg-Nord..  Wer anruft, wird ernst genommen.

Wenn Leser der Lokalausgabe Duisburg-Nord Missstände in ihrem Wohnumfeld beklagen, sich bei Behörden nicht korrekt behandelt fühlen, oder schwerwiegende Probleme von öffentlichem Interesse anprangern wollen, können sie dies jeden Montag im Jahr am Lesertelefon der Lokalredaktion tun.

Im vergangenen Jahr haben zahlreiche Leserinnen und Leser diese Möglichkeit wahrgenommen und die Redaktion auf wichtige Themen aufmerksam gemacht, die ihnen unter den Nägeln brannten.

Unangefochtener Spitzenreiter in Bezug auf Bürgersorgen am Lesertelefon war auch 2014 wieder der Müll im öffentlichen Raum. In vielen Fällen wurde – dank einer schnellen Reaktion von Ordnungsamt, Wirtschaftsbetrieben oder engagierten Bürgern – schnell Abhilfe geschaffen. Wenn denn ordnungswidriges Verhalten vorlag, wurden häufig auch Verursacher festgestellt und haftbar gemacht.

Schlaflose Nächte derAnwohner an der B8

Viele Anrufe und Klagen erreichten die Redaktion wegen der Raserszene. Die macht den Bürgern speziell in Hamborn im Bereich der B8, aber auch in großen Teilen von Walsum viele Sorgen, bereitet schlaflose Nächte.

Neben verschärften Geschwindigkeitskontrollen an Brennpunkten wurde hier erreicht, dass Politik und Verwaltung das Raser-Thema in beiden Stadtbezirken mittlerweile mit einer hohen Priorität behandeln.

Mieter, die sich von ihren Vermietern nicht korrekt behandelt fühlten, den schlechten Zustand ihrer Wohnung oder Mietwucher beklagten, riefen ebenfalls häufig in der Redaktion an. Auch hier wurden einige der öffentlich gemachten Missstände behoben, es wurde vermittelt, wo sonst keine Vermittlung mehr möglich schien.

Unter den Anrufern waren zahlreiche Bürger, die sich von Behörden, Ärzten oder Unternehmen ungerecht behandelt fühlten. Wenn die Recherche innerhalb der Redaktion ergab, dass es sich tatsächlich um Härtefälle handelte, wurden auch diese Fälle öffentlich gemacht. Im Zuge der Berichterstattung kamen die jeweiligen Fälle oft noch einmal auf den Prüfstand der jeweils betroffenen Institution.

Sei es ein halbes Jahr Wartefrist auf einen dringend benötigten Arzttermin, sei es die Hoffnung auf eine Pflegestufe, die trotz großen Leids bislang nicht zuerkannt wurde oder eine gesperrte Wasserleitung, die trotz gezahlter Rechnungen trocken gelegt wurde – in vielen dieser Fälle vom Lesertelefon, über die in dieser Zeitung berichtet wurde, kamen die Betroffenen zu ihrem Recht.

Schön ist es freilich immer, wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, uns am Lesertelefon auch auf positive Dinge aufmerksam machen. Sei es ein prachtvoll erleuchtetes Haus, ein beeindruckender Garten oder ein außergewöhnlicher Mensch, über den es sich zu berichten lohnt.

Im Jahr 2015 hofft die Redaktion wieder auf zahlreiche Themen, Anregungen und gute Gespräche am Lesertelefon. Weil ihre Anrufe in der Redaktion, liebe Leserinnen und Leser, ein Spiegel der Gesellschaft im Duisburger Norden sind.