Der Hamborner Heimatfreund Manfred Kleinrahm ist verstorben

 Es war ihm eine Herzensangelegenheit, immer wieder in die Schulen zu gehen und den Jugendlichen von den schrecklichen Ereignissen während des Nazi-Terrors zu erzählen, wie hier im Sophie-Scholl-Berufskolleg.
Es war ihm eine Herzensangelegenheit, immer wieder in die Schulen zu gehen und den Jugendlichen von den schrecklichen Ereignissen während des Nazi-Terrors zu erzählen, wie hier im Sophie-Scholl-Berufskolleg.
Was wir bereits wissen
Der Röttgersbacher Manfred Kleinrahm ist am Mittwoch gestorben. Als Sicherheitsmann lernte er Götz George kennen – den er einen echten Freund nannte.

Röttgersbach.. Manfred Kleinrahm ist tot. Der 87-jährige Röttgersbacher starb am vergangenen Mittwoch nach kurzer, schwerer Krankheit. Der Heimatverein Hamborn, dem Kleinrahm angehörte, hat einen lieben Kollegen und wichtigen Zeitzeugen verloren.

Manfred Kleinrahm wurde am 3. Januar 1928 geboren. Als junger Mann erlebte er den Zweiten Weltkrieg, musste als Soldat selbst die Stadt verteidigen. Es war ihm eine Herzensangelegenheit, immer wieder in die Schulen zu gehen und den Jugendlichen von den schrecklichen Ereignissen während des Nazi-Terrors zu erzählen. Noch im Februar dieses Jahres traf er sich mit Schülern im Sophie-Scholl-Berufskolleg – der Schule, die er als Junge selbst besucht hatte.

Der Verstorbene ist auch durch die Kommissar-Schimanski- und Tatort-Filme aus Duisburg bekannt geworden. Als Sicherheitsmann hatte der Ex-Thyssen-Techniker für Ordnung an den Duisburger Drehorten gesorgt, übernahm auch mal eine kleine Rolle und pflegte über Jahrzehnte Kontakt zu Götz George, den er einen „echten Freund“ nannte.

Seit Jahren befasste er sich auch mit der Heimatgeschichte – und der Geschichte seiner eigenen Familie. So war es für ihn Ehrensache, dem Heimatverein beizutreten und sich für den Club zu engagieren. Dafür wurde er 2013 als „Heimatfreund des Jahres“ ausgezeichnet.