Der Botanische Garten Duisburg-Hamborn – ein Ort der Ruhe

Die meditarrane Landschaft unter dem Gerippe des einstigen Tropenhauses.
Die meditarrane Landschaft unter dem Gerippe des einstigen Tropenhauses.
Foto: Ute Gabriel
Was wir bereits wissen
Der Umbau des Botanischen Gartens Hamborn ist abgeschlossen, jetzt folgen nur noch kleine Maßnahmen. Als Hauptattraktion gilt der Bauerngarten.

Alt-Hamborn..  Anders als früher, und doch als wahres Prachtstück – so präsentiert sich der „neue“ Botanische Garten Hamborn. Nicht nur die Besucher kommen ins Schwärmen. Auch die städtische Landschaftsarchitektin Mareike Süselbeck, die maßgeblich in die Umgestaltung eingebunden war, ist mit ihrem Werk zufrieden. Ganz besonders gut gefällt ihr der von den Freunden und Förderern der Einrichtung gepflegte Bauerngarten: „Der sieht nicht nur super aus, die Arbeit dort läuft auch hervorragend“, sagte sie im Gespräch mit unserer Redaktion.

Was die Stadtmitarbeiterin auch sehr freut: Dass die in der Nachbarschaft liegende Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule den Garten inzwischen regelmäßig im Unterricht nutzt. Fast täglich hielten sich nun dort Schüler auf. Früher war das anders: Da kamen die Jugendlichen allenfalls in der Pause, oder um sich – frisch verliebt – unbeobachtet treffen zu können.

Stadt spart Heizkosten

Seit dem Umbau, der aus finanziellen Gründen nötig war, wird der Park insgesamt stärker genutzt – er ist inzwischen auch von Ikea kommend zu Fuß über einen attraktiven Weg gut erreichbar. Der Umbau war vor rund vier Jahren beschlossen worden, um der Stadt die hohen Heizkosten für das einstige Tropenhaus zu ersparen. Man hatte sich entschieden, die Verglasung zu entfernen und das Stahlgerippe als Landmarke stehen zu lassen.

Zwischen den silbernen Stahlträgern befindet sich nun ein Wandelgang, das alte Subtropenhaus wurde teils neu verglast und dient jetzt als Orangerie, die nur bei extrem niedrigen Temperaturen geheizt werden muss.

Haupteingang wird noch umgestaltet

Große Teile der Anlage wurden erhalten, einige Bereiche wurden umgestaltet (etwa in den Bauerngarten), andere um Pflanzen, Sitzbänke und neue Wege ergänzt. Auch für die Fuchsienfreunde, die dort alljährlich im Hochsommer eine gut einwöchige Schau aufziehen, die Menschen von nah und fern anlockt, ist weiterhin Platz.

Eigentlich hätte auch schon der Haupteingang an der Hamborner Straße neu gestaltet sein müssen – durch die städtische Haushaltssperre gibt es aber Verzögerungen. Süselbeck geht jedoch davon aus, dass der Bereich noch vor den Sommerferien 2015 aufgewertet wird. Ersetzt werden in kürze einige Bäume, die nicht angegangen sind, außerdem werden Pflanzlücken geschlossen. Auch der Teich soll in absehbarer Zeit naturnah gestaltet werden, voraussichtlich aber nicht mehr in diesem Jahr.