Dauerbaustelle in Duisburg-Wehofen nervt die Anwohner

Anwohner der Dinslaker Straße in Duisburg-Wehofen beklagen sich über eine Dauerbaustelle vor ihrer Haustür. Im Bild Frisörin Tammy Schüler und SGU-Politiker Karlheinz Hagenbuck.
Anwohner der Dinslaker Straße in Duisburg-Wehofen beklagen sich über eine Dauerbaustelle vor ihrer Haustür. Im Bild Frisörin Tammy Schüler und SGU-Politiker Karlheinz Hagenbuck.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit Juni vergangenen Jahres buddeln Stadtwerke und Wirtschaftsbetriebe auf der Dinslaker Straße, weil Versorgungsleitungen gelegt werden müssen.

Wehofen.. Anwohner der Dinslaker Straße in Wehofen haben langsam die Nase voll von der Buddelei vor ihrer Haustür: „Seit Juni 2014 leben wir auf der Baustelle, wann ist endlich Schluss?“, fragt sich zum Beispiel Frisörin Tammy Schüler. Sie verzeichnet einen starken Kundenrückgang, seit die Baustelle von den Wirtschaftsbetrieben und den Stadtwerken Duisburg eingerichtet wurde. „Meine Kunden aus Holten müssen riesige Umwege fahren, um zu mir zu kommen“, sagt die 37-Jährige, die ihren Salon auf der Verbindungsstrecke zwischen Walsum und Oberhausen-Holten hat. „Und wenn sie dann endlich angekommen sind, finden sie keinen Parkplatz.“

„Unfassbar“, kommentiert Karlheinz Hagenbuck vom Wählerbündnis SGU „Sozial, Gerecht, Unabhängig“ die Situation. Er traf sich am Montag mit der Frisörin vor Ort, um das Problem zu erörtern. Im Vorfeld hatte er bei den beiden Stadt-Unternehmen bereits nachgefragt, wann der Abschluss der Arbeiten geplant sei – die Antwort habe gelautet: Das Ende sei in Sicht.

Ganz so schnell kommt es doch nicht, wie eine Nachfrage unserer Zeitung bei den Wirtschaftsbetrieben (WBD) und den Stadtwerken ergab.

Abschluss der Arbeiten erst Ende April

Volker Lange, Sprecher der WBD, sagte, dass die Kanalbauarbeiten seit Dezember 2014 abgeschlossen seien, man nun aber auf wärmeres Wetter warten müsse, um den Straßenbelag erneuern zu können. „Wir brauchen mindestens zehn Grad plus.“ Erneuert werden müssen beide Fahrbahnen zwischen den Häusern 15 bis 25, der Abschnitt zwischen 25a und 36 werde nur in Fahrtrichtung Oberhausen saniert.

Bis die Stadtwerke Duisburg komplett fertig werden, wird es voraussichtlich Ende April. Einen Monat früher sollen die Erneuerungen der Wasser- und Gasleitungen auf dem mehrere Hundert Meter langen Stück abgeschlossen werden. Das entspreche der ursprünglichen Planung. Anschließend steht noch die Erneuerung von Stromleitungen an. In dem Bereich existieren noch offene an Masten, die künftig unterirdisch verlaufen sollen, wie Stadtwerke-Sprecher Helmut Schoofs auf Anfrage berichtete.

14 Tage kein Mensch zu sehen

Die Anlieger haben wenig Verständnis dafür, dass eine solche Maßnahme so lange dauert. Lehrer Andreas Kucharski etwa sieht den Grund für die lange Zeit darin, dass auf dem gesamten Baustelle immer wieder tagelang „kein Mensch“ anzutreffen sei. In einem Fall hat er 14 Tage niemanden dort entdeckt. Dann sei es ja kein Wunder, wenn die Maßnahme nie ende.