Das Angebot auf den Wochenmärkten in Duisburg schrumpft

Marga Schneider an ihrem Gemüsestand. das Bild entstand 2010 in Vierlinden.
Marga Schneider an ihrem Gemüsestand. das Bild entstand 2010 in Vierlinden.
Foto: WAZ FotoPool
In Duisburg-Marxloh wird ein Teil des Marktplatzes auch an Markttagen zum Parken genutzt. In Walsum-Vierlinden ist diese Lösung im Gespräch.

Walsum/Marxloh..  „Wo sind die Markthändler?“ Eine Frage, die sich in diesen Tagen immer mehr Kunden stellen. Insbesondere in Marxloh und Vierlinden fällt den Besuchern in jüngster Zeit verstärkt auf, dass deutlich weniger Stände aufgebaut werden.

„Das ist im Winterhalbjahr nichts Ungewöhnliches“, sagt Peter Joppa, Chef des Duisburger Frischekontors. Sein Unternehmen organisiert die Wochenmärkte im gesamten Stadtgebiet.

In Marxloh war der August-Bebel-Platz am vergangenen Montag komplett leergefegt, am heutigen Mittwoch gab es gerade mal fünf Händler, die ihre Waren präsentierten.

Die Autofahrer sind dankbar: So steht ihnen selbst an den Markttagen ein Großteil des Platzes zum Abstellen der Fahrzeuge zur Verfügung. „Das hat sich in Marxloh bewährt“, sagt Joppa. Dort ist der Markt im Laufe der vergangenen Jahre immer kleiner geworden, das Frischeangebot spielt kaum noch eine Rolle.

Frischeangebot lockt Kunden

Obst, Gemüse, Fleisch und sonstige Lebensmittel werden in diesem Ortsteil offenbar in ausreichender Menge im Einzelhandel angeboten. In Marxloh läuft auf dem Markt vor allem Kleidung. Aber auch nur bei gutem Wetter. „Wenn die Wettervorhersage ungünstig ist“, so Peter Joppa, „bleiben manche Händler lieber zu Hause.“

Ähnlich der Trend in Walsum. Während der Markt in Aldenrade mit durchschnittlich 40 bis 65 Ständen selbst in der kalten Jahreszeit noch ordentlich läuft, bröckelt er in Vierlinden spürbar ab. Im Frühling, Sommer und Herbst ist der Franz-Lenze-Platz recht voll. Vor allem Frischehändler locken die Kunden an. Zuletzt, so merken Marktbesucher aber an, habe es jedoch auch dort „große Lücken“ gegeben.

Peter Joppa sieht die Entwicklung in Vierlinden allerdings nicht als dramatisch an: Wenn das Wetter besser werde, kämen die Händler auch wieder. Klar ist aber, dass der gesamte Franz-Lenze-Platz kaum noch voll werden wird. Deshalb will der Frischekontor-Chef auch dort ausloten, ob ein Teil des Areals künftig als Parkplatz an den Markttagen zur Verfügung gestellt werden kann.

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