CDU: Bordell verlagern

Oberhausen..  Trotz rechtlicher Bedenken der Oberhausener Stadtspitze hält die CDU-Opposition an ihrer Idee fest, die seit Jahrzehnten an der Flaßhofstraße in der Innenstadt befindlichen Bordelle zu verlagern.

„Es gibt dafür genügend Flächen in Oberhausen, auf denen durch den Bordellbetrieb kein Anwohner gestört wird“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Schranz. „Wir haben uns rechtlich erkundigt, eine Verlagerung ist möglich, denn solch ein Gewerbe genießt nach mehreren Urteilen keinen Bestandsschutz. Es fehlt nur der politische Wille.“ Ein Eingriff in Eigentumsrechte sei nicht erkennbar, da die Bordellbetreiber ja ihre Rotlicht-Einkünfte an anderer Stelle in Oberhausen erzielen könnten. Mehrere Städte hätten bewiesen, dass eine Verlagerung realistisch möglich sei. So habe Köln sein früheres Rotlichtviertel ins Gleisdreieck verlegt. „Auch dagegen hat es Klagen gegeben, die aber allesamt verloren gegangen sind.“

Die vom Bund im Herbst angestrebte Reform des Prostitutionsgesetzes, die einen Genehmigungsvorbehalt für Bordellbetriebe vorsieht, erleichtere sogar die Verlagerung der Flaßhof-Aktivitäten.

Die Befürchtung der SPD, die Genehmigung eines Rotlichtviertels an anderer Stelle führe zu einem zweiten Bordell-Standort in Oberhausen, sei Quatsch. An der Flaßhofstraße werde Prostitution ja schließlich dann verboten, meint die CDU.