Bunkerumbau in Duisburg-Neumühl auf Eis gelegt
15.02.2012 | 07:00 Uhr 2012-02-15T07:00:00+0100
Duisburg-Neumühl. Die behördliche Umbaugenehmigung für den Neumühler Bunker am Bergmannsplatz ist erteilt, aber es tut sich nichts. Das wundert Anwohner, Politiker und die Stadt.
Seit geraumer Zeit ist der denkmalgeschützte Bunker auf dem Neumühler Bergmannsplatz in privater Hand. Die neuen Eigentümer hatten angekündigt, ihn zu einem Fotostudio mit zwei Wohnungen und Lagerräumen umzubauen – und einen entsprechenden Bauantrag gestellt. Der wurde genehmigt, die Politik hat zudem abgesegnet, dass keine Parkplätze geschaffen werden müssen – doch jetzt tut sich nichts.
Der Duisburger Architekt Dieter Düster, der den Bauantrag und die Umbauplanung übernommen hatte, kann zum Umbausachstand nichts sagen: „Die Eigentümer wollten die Arbeiten in Eigenleistung erbringen“, berichtete er auf Anfrage der Redaktion.
Die aber wollten nicht mit unserer Zeitung sprechen: „Kein Kommentar“ lautete die knappe Antwort am Telefon.
Die Politik wundert sich ob des Stillstands. Dabei war sie im vergangenen Herbst noch so optimistisch: „Ich freue mich, dass in einer der schönsten Wohngegenden Hamborns nun ein solches Projekt verwirklicht werden soll, in dem sich Wohnen und Arbeiten in einem ungewöhnlichen Gebäude verbinden“, kommentierte SPD-Ratsherr Heiko Blumental die Pläne.
Auch Mitarbeiter der Stadt wundern sich, dass die Baugenehmigung erteilt wurde und sich trotzdem nichts tut. Gründe wurden den Behörden nicht mitgeteilt.
Unter Denkmalschutz wurde der Luftschutz-Bunker im Jahr 2002 gestellt. Baubeginn war 1940. Der verklinkerte Bau passt sich in die umliegende Bergbausiedlung ein. Er gilt als „aussagekräftiges Beispiel für die architektonischen und städtebaulichen Vorstellungen der Zeit des Dritten Reiches.“
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