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Vorwürfe gegen EG DU in Bruckhausen II

Bürger und Organisationen zusammenführen

01.06.2012 | 17:09 Uhr
Bürger und Organisationen zusammenführen
Michael Fröhling ist Geschäftsführer des Kulturbunkers Bruckhausen und in Personalunion Chef des Runden Tisches für den Krisen-Stadtteil. Foto: Rainer Raffalski

Duisburg-Bruckhausen.   Runder Tisch Bruckhausen verteidigt seine Strukturen und seine Arbeit: Vorwürfe der „Initiative für Transparenz“ sind persönlich motiviert

Engagierte Mitglieder des Runden Tischs für Bruckhausen wehren sich gegen Vorwürfe der „Initiative für Transparenz“, dort würden Vertreter von Organisationen das Wort führen und eine kritische Diskussion der Probleme nicht zulassen.

„Wir sind 1994 als ,Trägertreff Bruckhausen’ entstanden, gerade weil wir alle Organisationen im Ort und die Bürger zusammenführen sollten“, sagt Anke Petermann, eine der Sprecher. Die Sozialpädagogin arbeitet seit 26 Jahren im dortigen Familienhilfezentrum des Roten Kreuzes.

Man habe den Umbau des Kulturbunkers begleitet und bei der Gestaltung der Spielplätze mitgeredet. „Wir haben zwar keine rechtlichen Kompetenzen“, räumt Diplom-Pädagogin Nicole Wölke ein. Sie betreut seit sechs Jahren für die „Werkkiste“ im Ort Erwerbslose. „Aber wir haben den Draht zum Bürger.“

Sechs bis sieben Treffen hält der Runde Tisch unter Vorsitz von Michael Fröhling im Jahr ab. Dabei kämen 30 bis 50 Teilnehmer. Fröhling ist seit 2003 Geschäftsführer des Kulturbunkers. „Egal, wen wir brauchten“, ergänzt er, „sie sind immer gekommen, das Jugendamt etwa oder Lokalpolitiker.“ Erst so hätten sich funktionierende Kooperationen ergeben.

„Wenn wir mit 150 Personen zum Zoo fahren“, ist sich die Runde einig, „sind das Bürger, nicht Vertreter irgendwelcher Organisationen.“

Freilich gehe es am Runden Tisch nicht nur um Politik. „Wir waren auch das Sprachrohr der Mütter, wenn es um die Sprachförderung der Kinder ging“, gibt Bärbel Hirchert, Leiterin des evangelischen Kindergartens, zu bedenken.

Verärgert ist man nicht nur darüber, dass Kritiker wie Turhan Senel selbst nur ein einziges Mal am Runden Tisch gesehen wurden, sondern auch, weil Fehlinformationen in die Welt gesetzt würden: „Es gibt bis heute einen städtischen Kindergarten an der Schulstraße“, hören wir. Das Projekt Grüngürtel ist am Runden Tisch umstritten. Heinz Meskat, 20 Jahre lang Schiedsmann im Ort und früher Vorsitzender im Kleingartenverein, ist Gegner des Grüngürtels. Birol Güvenc, der hier seit 1978 lebt und in Beeck einen Supermarkt betreibt, ist dafür. „Wir haben hier 35 % Leerstände gehabt“, sagt er. „Da waren die Vermieter froh, dass sie die Häuser abgeben konnten.“ Entscheidend sei, dass man früh miteinander geredet habe.

Die Probleme Einzelner mit ih­ren Häusern, mit Wertschätzungen und -differenzen beim Aufkauf durch die Stadt, hätten dort nicht hin gehört. „Wir haben sie weitertransportiert, so gut es ging“, so Petermann.

Birol Güvenc wirft Mehmet Yildirim, dem Wortführer der „Initiative“, vor, zum Thema Gasexplosion Blanko-Unterschriften zu sammeln, sie dann aber als allgemeine Proteste auszulegen.

Martin Kleinwächter

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Kommentare
04.06.2012
10:47
Bürger und Organisationen zusammenführen
von hercules150 | #2

Dabei geben die Organisationen den Bürgern zwar das Gefühl mit zu bestimmen,
doch am Ende setzten sie ihre von ihnen geplanten Dinge durch und verkaufen das dann auch noch als Bürgerwille. Beispiele dafür gibt es mehr als genug. Doch in der Vergangenheit wurden ja stets die Kritiker von EGDU und den Machenschaften von Verwaltung an den Pranger gestellt. Die Realität und Wahrheit wollte ja niemand wissen,
leider. Sonst wären weit aus weniger Kinder in den berühmten Brunnen gefallen.
Auch diesesmal werden die Verantwortlichen sich alles passend biegen oder Auskünfte mit dem Argument Datenschutz verweigern.

02.06.2012
13:55
Bürger und Organisationen zusammenführen
von Kowalski01 | #1

Herr Fröhling ist also der Geschäftsführer des Kulturbunkers und Vorsitzender des Runden Tisches zugleich. Ist der Runde Tisch nicht entstanden um alle Organisationen vor Ort und die Bürger zusammenzuführen? Da die Initiative auch den Kulturbunker kritisiert, kann man sich kaum vorstellen, dass Herr Fröhling unparteiisch ist, indem er die Vorwürfe einfach zurückweist.
Endlich nehmen Bürger ihr Recht wahr und organisieren sich zu einer Initiative.
Dies zeigt wohl, dass der Runde Tisch Bruckhausen bei der Zusammenführung der Bürger und Organisationen im Ort nicht so kompetent ist, wie sie es nach außen zu zeigen mögen.

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