Bürger in Duisburg-Hamborn stoppen Raser auf der Kantstraße

Anwohner der Kantstraße und der Goethestraße in Alt-Hamborn protestieren seit Jahren gegen die Belästigungen durch Raser.
Anwohner der Kantstraße und der Goethestraße in Alt-Hamborn protestieren seit Jahren gegen die Belästigungen durch Raser.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Seit Jahren gibt es in Duisburg Beschwerden wegen der Lärmbelästigung durch Raser. Jetzt gibt die Stadt nach: Sie baut an einer Stelle Schwellen ein.

Alt-Hamborn..  Mehr als sechs Jahre lang hat sich der Alt-Hamborner Peter Fette dafür stark gemacht, dass den Rasern auf der Duisburger Straße (und einigen Nebenstraßen) das Handwerk gelegt wird. Jetzt kann er einen Erfolg vermelden.

Die Stadt Duisburg hat ihm vor wenigen Tagen schriftlich mitgeteilt, dass in seiner Nachbarschaft versuchsweise Bodenschwellen angebracht werden, um damit die rücksichtslosen Schnellfahrer, die mit heulenden Motoren durch die Wohnsiedlung donnern, auszubremsen. Das war wie ein Weihnachtsgeschenk für den heute 74-Jährigen.

Stadt: Nur wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen

Fette hatte im Laufe der Jahre immer wieder Vorschläge eingereicht, wie man das Problem lösen könnte – wir berichteten. Die Stadt lehnte bislang alle Ideen ab – nicht machbar, lautete stets die Antwort. Mal habe das Straßenverkehrsrecht dagegen gesprochen, mal wollte man den Rettungsdienst nicht behindern. Im übrigen, so teilte das Amt für Stadtentwicklung Peter Fette jetzt mit, seien bei Kontrollen nur verhältnismäßig wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden. Trotzdem will man testweise Plastikschwellen in die Kantstraße einbauen.

Die Maßnahme erfolge aber „als absolute Ausnahme „und auch nur „versuchsweise“. „Auf dem 100 Meter langen Teilstück der Kantstraße werden zwei Schwellen in Abständen von 33 Metern, vor Haus Nummer 23 und 27 A, montiert. Sollten sich Beschwerden hinsichtlich des Lärms ergeben, der rund um die Uhr beim Überfahren der Schwellen entsteht, werden diese wieder abmontiert“, stellt das Stadtplanungsamt klar.

Beschwerdeführer zieht weg

Fette ist optimistisch, dass es keine Beschwerden geben wird: „Das Geräusch ist mit Sicherheit geringer als der Motorenlärm.“ Im übrigen: „Wer einmal darüber rast, hat ein Schrottauto“, sagt er. Das gelte speziell für die Raser, die mit tiefergelegten Wagen kommen.

Peter Fette wird allerdings nur kurz von den Schwellen profitieren: Er hat die Nase voll von Duisburg und zieht weg. „Wegen des Raserlärms, aber auch wegen der geplanten Grundsteuererhöhung.“